Fondstipp: Mandarine Valeur: Unbeirrt aggressiv

Fondstipp: Mandarine Valeur: Unbeirrt aggressiv

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Fondsverlauf Mandarine Valeur 2009-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Mit einer agressiven Strategie zieht Marc Renaud, Fondsmanager von Mandarine Valeur, ins Feld und lässt sich von der miesen Konsumlaune nicht beirren. Das könnte sich auszahlen.

Die Konsumlaune der Deutschen hat im Mai gelitten, europaweit fielen die Aktienkurse, gemessen am Index MSCI Europa, binnen vier Wochen elf Prozent. Fondsmanager Marc Renaud lässt sich davon nicht beirren. "Das volkswirtschaftliche Umfeld ist nicht ideal, aber viele Unternehmen sind wieder in sehr gutem Zustand. Die jüngsten Kursverluste habe ich für Käufe genutzt." Renaud geht ähnlich aggressiv in den Markt wie im Frühjahr 2009, damals hat sich das ausgezahlt. Die Strategie kann aber auch voll daneben gehen. Wie im Jahr 2008, als er die Hälfte der Anlegergelder vernichtete. Erst Ende 2007 hatte er die französische Fondsboutique Mandarine Gestion gegründet und mit dem Fonds zügig 870 Millionen Euro eingesammelt. Zuvor, von 2001 bis 2007, lenkte er bei einer französischen Commerzbank-Tochter den Europafonds CCR Valeur, der jährlich im Schnitt fünf Prozentpunkte mehr brachte als seine Vergleichskategorie.

Fondsmanager Renaud setzt auf UniCredit

Renaud hat einen simplen Stil. Er orientiert sich an Kennzahlen wie dem Buchwert  und sucht Titel mit niedriger Eigenkapitalrentabilität, bei denen er eine Besserung erwartet. Das führt dazu, dass derzeit fünf Bankentitel immerhin 16 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Zu den 32 Einzeltiteln im Fonds gehören die Baustoffhersteller Holcim und Lafarge, die etwa die Hälfte ihres Umsatzes in aufstrebenden Märkten machen.

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Grafik: Die besten europäischen Aktienfonds

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Renaud sieht einen wichtigen Unterschied zur Erholungsphase nach dem Jahr 2002: "Damals war das Wachstum weltweit stark, heute gilt dies nur für einige Schwellenländer." Nachdem zyklische Aktien wie Lafarge, MAN und Saint Gobain seiner Meinung nach unverhältnismäßig stark gefallen sind, hat er bestehende Positionen im Mai aufgestockt. Ebenso hat er bei BNP Paribas, Intesa Sanpaolo und Santander zugekauft. "Auch wenn es in Spanien noch Abschreibungsbedarf geben wird, ist Santander günstig", meint Renaud. Er setzt auf Institute, die nicht vom Investmentbanking abhängig sind: "Uni-Credit hat ein gutes Osteuropageschäft und will das Privatkundengeschäft durch den Kauf der deutschen SEB um eine Million Kunden verstärken."

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