Fondstipp: M&G Optimal Income: Hart saniert

Fondstipp: M&G Optimal Income: Hart saniert

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Gute Mischfonds zu finden ist schwer. Wer es bei der Geldanlage lieber bequem hat, große Risiken scheut und ordentliche Rendite erwartet, sollte sich den M&G Optimal Income ansehen.

Ein guter Mischfonds soll bieten, was viele Sparer suchen: eine bequeme Anlage, nicht zu riskant und mit ordentlicher Rendite. Die Erwartungen erfüllt hat der M&G-Fonds. Fondsmanager Richard Woolnough hat derzeit nur acht Prozent des 2,4-Milliarden-Euro-Fonds in Aktien investiert – vor allem in dividendenstarke europäische Werte. Rendite machte er mit Anleihen. Im Jahr 2008 waren sichere Staatsanleihen stark gewichtet, dann von 2009 an Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Jetzt setzt Woolnough stärker auf Unternehmen mit Bonitätsnoten im BB-Bereich, deren Bonität als eher wacklig gilt.

"Die Renditen sind hier übertrieben hoch, obwohl die Ausfallraten ihren Höhepunkt erreicht haben dürften", glaubt der Fondsmanager. Europäische Anleger erwarteten noch immer ein Ausmaß an Pleiten, das etwa fünfmal höher läge, als der seit 1920 gemessene Durchschnitt. Woolnough hat jüngst eine Pfund-Anleihe des hoch verschuldeten Reiseveranstalters Thomas Cook erworben, die ihm vom Kauf bis zur erhofften Rückzahlung 2017 jährlich 7,5 Prozent Rendite bringen soll. Auch dem niederländisch-amerikanischen Chemieriesen LyondellBasell traut er zu, dass er eine mit 7,3 Prozent rentierende Euro-Anleihe zurückzahlt, weil dessen finanzielle Lage nach harter Sanierung solider sei. Bis Ende April stand das Unternehmen unter dem Gläubigerschutz des US-Chapter-11-Verfahrens.

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Fondsverlauf M & G Optimal Income 2007-2010

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Dass nicht jeder Mischfonds seine Sparer zu jeder Zeit froh macht, zeigt der Multi Invest OP. Er hat die Finanzkrisenturbulenzen sehr gut gemeistert, liegt jetzt unter den großen Portfolios aber auf dem letzten Platz. Fondslenker Olaf-Johannes Eick hat Millionen seines eigenen Geldes gezahlt, um den Fehlkauf einer Aktie auszubügeln. Der Performance hat das nicht auf die Sprünge geholfen. Seit Mitte März sind 80 Prozent des Dachfonds in Aktienfonds für die USA, Japan, Deutschland und die Schweiz angelegt. Bis dahin waren die Gelder niedrig verzinst geparkt. Die fulminante Aktiener-holung verpasste der Fonds.

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