Fondstipp: Reyl European Equities: Boom im Osten

Fondstipp: Reyl European Equities: Boom im Osten

Bild vergrößern

Fondsverlauf Reyl European Equities 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

von Martin Gerth

Der nach einem Computermodell konzipierte Aktienfonds Reyl European Equities investiert in zyklische Werte wie Scania und macht gerade durch den Aufschwung in Osteuropa kräftig Dividende.

Statt sich auf einige wenige Perlen des Marktes zu konzentrieren, investiert der nach einem Computermodell gemanagte Fonds in etwa 300 europäische Aktien, darunter viele mittlere und kleinere Werte. Jedes einzelne Investment für sich genommen hat kaum einen Einfluss auf die Wertentwicklung des Portfolios. Trotz dieses Handicaps schafft es das Reyl-Team mit Thomas de Saint-Seine, Emmanuel Hauptmann und Maxime Botti den Index Stoxx 600 abzuhängen. "Unser Anlageprozess beruht auf drei voneinander unabhängigen Strategien, die in jeweils anderen Phasen eines Konjunkturzyklus ihre Stärken ausspielen", sagt Hauptmann. Dadurch profitiere der Fonds im Aufschwung stärker von Wachstumswerten, in Krisenzeiten dagegen von Substanzwerten oder dividendenstarken Titeln. Derzeit stehe das Barometer des Computermodells auf Konjunkturflaute. "Die Wachstumsschwäche in den USA schlägt sich in verschlechterten Gewinnaussichten für zyklische Aktien nieder", sagt Hauptmann.

Fonds investiert wieder in Zykliker

Nicht verwunderlich, dass der Computer British American Tabacco als eines der Top-Investments herausfiltert. Geraucht wird auch dann, wenn das Gespenst einer erneuten Rezession umgeht. Die Rezessionsangst hindert Hauptmann und seine beiden Kollegen aber nicht daran, hin und wieder auch in Zykliker zu investieren, wenn deren Wachstumaussichten überdurchschnittlich sind. Zuletzt traf dies auf den Lkw-Hersteller Scania zu. Der Konzern ist nach einer Achterbahnfahrt wieder in der Erfolgsspur. Im Sommer 2008 trieb die bevorstehende Übernahme durch Volkswagen die Aktie noch auf 23 Euro. Nach der Lehman-Pleite stürzte sie auf fünf Euro ab. Inzwischen hat sich das Papier wieder auf 15 Euro verdreifacht. Für Scania spreche vor allem die wachsende Nachfrage aus Schwellenländern, so Hauptmann. Die Aufträge aus Osteuropa sind im ersten Halbjahr um 319 Prozent und die aus Asien um 258 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Inzwischen stammen etwa 60 Prozent der Bestellungen aus Asien, Osteuropa und Lateinamerika.

Anzeige
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%