Fondstipp: Schroder Emerging Markets: Eher mit Vorsicht

Fondstipp: Schroder Emerging Markets: Eher mit Vorsicht

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Fondsverlauf Schroder Emerging Markets 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Geoff Blanning, Fondsmanager von Schroder Emerging Markets, erzielte jüngst ein hohes Plus mit Schwellenländeranleihen. Jetzt lässt er Vorsicht walten.

Mehr als 20 Prozent plus erzielten Fonds mit Schwellenländeranleihen seit Januar und noch immer sind sie gefragt. In der Woche bis zum 23. Juni zählten sie mit Zuflüssen von 638 Millionen Dollar zu den beliebtesten Anlageklassen nach Zahlen des Analysedienstes EPFR Global. Für Matthew Michael vom britischen Fondshaus Schroders ist das keine Überraschung: "Im Schnitt machen die Staatsschulden der Schwellenländer nicht einmal die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus. Sie sind nur halb so hoch wie in vielen Industrieländern." Trotzdem ist das Schroders-Team unter Leitung von Geoff Blanning vorsichtig. „Noch immer gibt es Zuflüsse, aber es ist wie auf der Titanic: Es wird noch getanzt, obwohl das Schiff schon sinkt“, sagt Michael. Es sind die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Zuwächse der weltweiten Geldmenge, die das Team skeptisch machen. Wenn nicht weiter billiges Geld zur Verfügung steht, können Investoren nicht mehr so viel neues Geld in Schwellenländern anlegen.

Fondsmanager erwartet günstige Gelegenheiten

Blanning investiert zudem nur, wenn sein Beraterteam ihn überzeugt, dass eine Position wenigstens zehn Prozent im Jahr abwirft über Zins, Kursentwicklung oder Währungsgewinn. Das fällt ihnen offenbar derzeit schwer. Größere Positionen mit über fünf Prozent des Fondsvolumens hat Blanning nur in China, Indonesien, Mexiko, Polen und Singapur. Der größte Batzen von 40 Prozent steckt als Krisenpuffer in niedrig verzinsten US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten. Sie werfen zwar nur magere 0,2 Prozent Rendite ab, brachten Euro-Land-Anlegern aber Dollar-Währungsgewinne. Der Fondsmanager erwartet, dass sich in Kürze günstigere Gelegenheiten ergeben, die Gelder an Schwellenmärkten zu investieren. Ähnlich wie im Mai, als die Kurse im Zuge der Griechenland-Krise gefallen waren.Da Blanning bisher gutes Timing bewiesen hat und Anleger vor hohen Verlusten bewahrte (siehe Chart), können sie sich ihm anvertrauen. Doch Vorsicht hat ihren Preis: Der Kurs stieg in einem Jahr um 26 Prozent und nicht um 60 wie beim Spitzenreiter von Pioneer.

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