Fondstipp: SEB Aktienfonds: In der Finanzkrise Käufe nur aufgeschoben

Fondstipp: SEB Aktienfonds: In der Finanzkrise Käufe nur aufgeschoben

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Fondsverlauf SEB Aktienfonds 2009-2010

von Heike Schwerdtfeger

Die Fondsmanager des SEB Aktienfonds Jürgen Meyer investiert vornehmlich in deutsche Werte wie BMW, Porsche oder SAP. Gut sind für ihn Unternehmen, die Wettbewerbsvorteile ausspielen können.

"Der Dax ist in diesem Jahrtausend zwei Mal an der Marke von 8000 Punkten gescheitert. Es würde mich wundern, wenn das ein drittes Mal passiert", sagt Jürgen Meyer, Fondsmanager bei SEB Asset Management. Exporte und gestiegener Konsum im Inland treiben Unternehmensgewinne und Kurse. Und Dividenden: "Wenn Aktionäre 2011 ihre hohen Dividenden bekommen, investieren sie diese erneut, und die Kurse klettern weiter."

Meyer investiert beim 890 Millionen Euro schweren SEB Aktienfonds in 27 deutsche Werte. Er ist überzeugt, dass die Unternehmen steigende Rohstoffpreise sowie höhere Löhne wegstecken könnten. "Ein marktbeherrschendes und weltweit tätiges Unternehmen hat Ausweichmöglichkeiten." Er bevorzugt solche, die durch Wettbewerbsvorteile Kosten auf Kunden abwälzen können und langfristig Eigenkapitalrenditen um die 15 Prozent erzielen.

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Klagen über knappe Rohstoffe hält er für vorgeschoben. "Ich habe noch nie gehört, dass ein Unternehmen Waren nicht liefern konnte, weil Rohstoffe fehlen." Dass heimische Unternehmen beim Eisenerz vom brasilianischen Anbieter Vale abhängig sind, hätten sie sich selbst zuzuschreiben: "ThyssenKrupp hat das Eisenerzgeschäft verkauft, als es unprofitabel war."

Autohersteller besonders profitabel

Enorm profitabel sind die deutschen Autohersteller in der Luxusklasse. Porsche und BMW sind mit einem Anteil von neun Prozent am Fondsvermögen seine wichtigsten Titel. "Ihre Kunden sind noch da, sie hatten in der Krise Käufe nur aufgeschoben."

Mit SAP und der Software AG könnten sich auch deutsche Technologieriesen gegen die US-Konkurrenz behaupten. SAP habe genug Geld in der Kasse, um an den US-Konkurrenten Oracle bis zu 1,3 Milliarden Dollar Schadensersatz zu zahlen. Die Darmstädter Software AG habe mit der Großrechner-Datenbank ein solides Geschäft und manage Übernahmen erfolgreich: "Der Vertrieb ist der größte Kostenblock der IT-Industrie. Er wird besser ausgelastet, wenn er auch noch Produkte übernommener Firmen anbietet. Das ist die gleiche Logik wie bei Pharmaübernahmen."

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