Fondstipp: Warburg Value: Still in der Nische

Fondstipp: Warburg Value: Still in der Nische

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Fondsverlauf Warburg Value 2005-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die Fondsmanager des Aktienfonds Warburg Value verlieren kein Wort über die Aktien im Fondsbestand, denen sie ihr Vertrauen schenken. Die Diskretion zahlt sich aus.

Die Zahlen sprechen für sich: Neben Fonds von Carmignac und Amundi hat nur noch der Warburg Value unter den global anlegenden Aktienfonds in den vergangenen drei Jahren ein Plus erzielen können. Die Zürcher Fondsmanager Gregor Trachsel und Sven Sommer sind bei Credit Suisse beschäftigt und betreuen den Warburg Value. Sie wollen kein Wort über die Aktien verlieren, mit denen sie gut durch die Krise gekommen sind und durch die der Fondskurs in diesem Jahr 17 Prozent zugelegt hat. Den Maulkorb verpassen sie sich selbst, weil für sie die Mischung des Fonds den Erfolg ausmacht und nicht so sehr die Einzelauswahl. Deshalb bleibt Sommer allgemein: Er "schaue woanders hin als andere" und grabe nach "Wertnischen mit Sicherheitsmarge", sagt er. So ist der Fonds zu 80 Prozent mit mittelgroßen und kleinen Unternehmen bestückt, die vielfach nur Insider kennen. Gemeinsam ist ihnen, dass ihr Börsenwert "40 bis 50 Prozent unter dem von uns errechneten inneren Unternehmenswert liegt", erklärt Sommer die Strategie. Trotz der jüngsten Kursgewinne hätten viele Aktien noch Luft nach oben.

Japanische Aktien werden aufgestockt

Verheimlichen kann er die Fondspositionen nicht. Die zehn größten werden monatlich veröffentlicht, einmal jährlich gibt es die komplette Übersicht im Jahresbericht. Da das Manager-Duo von den derzeit 90 Einzelwerten viele nach eigener Aussage fünf bis zehn Jahre halten will, tut sich im Fonds nicht viel. So weit wagt sich Sommer vor: "Seit 2007 sind mehr US- und Japan-Titel ins Portfolio gekommen, der Anteil von Werten aus Schwellenländern und Europa ist gesunken."

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Zum Japan-Bestand, der ein Drittel des Fondsvermögens ausmacht, gehören Werte aus der zweiten und dritten Reihe. Als günstig stufen die Fondsmanager Unternehmen ein wie Asahi Diamond, Hersteller von Sägemaschinen, die mit Diamanten schneiden, die Werbeagentur Asatsu-DK sowie den Pumpenhersteller Nikkiso. Nach Kursgewinnen haben sich viele indische Titel auf die vorderen Fondsränge geschoben, darunter der Papierhersteller Tamilnadu, der Plastiktubenproduzent Essel Propack sowie Indian Oil.

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