Franco-Nevada: Neue Geburt

Franco-Nevada: Neue Geburt

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Franco-Nevada

Selbsternannte Rohstoffexperten und ihre Lemminge im Kleinzocker-Milieu handeln hierzulande windige Rohstoffhüllen hoch und runter -– meist runter. Der größte nordamerikanische Börsengang eines Minenunternehmens aller Zeiten blieb erstaunlicherweise hierzulande fast unbeachtet.

Selbsternannte Rohstoffexperten und ihre Lemminge im Kleinzocker-Milieu handeln hierzulande windige Rohstoffhüllen hoch und runter -– meist runter. Der größte nordamerikanische Börsengang eines Minenunternehmens aller Zeiten blieb erstaunlicherweise hierzulande fast unbeachtet. Im Dezember kehrte Franco-Nevada in einer 1,1 Milliarden Dollar schweren Publikumsöffnung zurück an die Börse Toronto. Dort notierte die Gesellschaft schon einmal, bis zur vier Milliarden Dollar schweren Übernahme durch den US-Goldkonzern Newmont Mining 2002. Der zweitgrößte Goldproduzent der Welt kaufte Franco-Nevada damals zusammen mit Australiens Normandy Mining. Jetzt entließ Newmont Franco-Nevada wieder in die Unabhängigkeit. Die Einnahmen aus dem Börsengang und einen 140-Millionen-Dollar-Kredit steckt Franco-Nevada in den Kauf von Vermögensteilen der ehemaligen Mutter. Gekauft wurden vor allem sogenannte Royalties (vergleichbar mit Lizenzeinnahmen) aus der Beteiligung an insgesamt 190 Basis- und Edelmetallprojekten sowie 100 Öl- und Gasprojekten.

Franco-Nevada ist deshalb nicht vergleichbar mit produzierenden Minenunternehmen. Royalties gelten als sehr lukrativ, weil die Abgaben in der Regel unabhängig von der Entwicklung von Produktions- und Konstruktionskosten fließen. Entsprechend üppiger als bei reinen Produzenten fallen die Margen aus. Franco-Nevada bezieht 52 Prozent der Royalties von Edelmetallunternehmen und 42 Prozent aus dem Erdöl- und Erdgasgeschäft. Chairman der wiedergeborenen Gesellschaft ist Pierre Lassonde. Lassonde gründete 1982 das Original und amtierte nach der Übernahme als Präsident von Newmont Mining. Positiv: Lassonde hat eigenes Geld in Franco-Nevada investiert und besitzt 3,8 Prozent des Aktienkapitals.

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