• Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
_

Fusionspläne: Widerstand gegen MAN-Vertreter im Scania-Aufsichtsrat

Quelle: Handelsblatt Online

Scania -Großaktionär Investor sperrt sich gegen die Entsendung eines Vertreters des Lkw-Herstellers MAN in den Aufsichtsrat seines schwedischen Rivalen. Dennoch kommt Bewegung in die mächtig ins Stocken geratenen Fusionspläne von MAN und Volkswagen mit Scania.

Scania-Chef Leif Östling könnte vor Ablauf seines Vertrags aus dem Amt scheiden. Diese Spekulation gab Gerüchten um eine bevorstehende Fusion neue Nahrung. Foto: dpa Quelle: dpa
Scania-Chef Leif Östling könnte vor Ablauf seines Vertrags aus dem Amt scheiden. Diese Spekulation gab Gerüchten um eine bevorstehende Fusion neue Nahrung. Quelle: dpa

hst/mcs/HB STOCKHOLM/DÜSSELDORF. Der Vertreter eines Konkurrenten würde die Arbeit im Kontrollrat nahezu unmöglich machen, sagte Investor-Chef Börje Ekholm am Dienstag in Stockholm. Er machte grundsätzliche Bedenken geltend, ging aber nicht ausdrücklich auf Pläne des Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns ein, einen eigenen Sitz im Aufsichtsrat von Scania zu erhalten. Am Montag hatte ein Investor-Sprecher gegenüber dem Handelsblatt noch geäußert: "Wir haben gesagt: Wenn MAN einen Vertreter in dem Aufsichtsrat haben will, lässt sich das sicherlich regeln."

Anzeige

MAN hatte erst kurz vor Weihnachten seinen Anteil bei Scania auf 15,6 Prozent aufgestockt. Damit halten MAN und Volkswagen mit 52 Prozent die Mehrheit der Stimmrechte an Scania und könnten ihren Einfluss im Aufsichtsrat der Schweden ausbauen. Volkswagen schickt bisher drei Vertreter in das Kontrollgremium, MAN ist nicht vertreten. Es wird erwartet, die beiden deutschen Aktionäre entsprechend ihrem Stimmrechtsanteil vertreten sein wollen. Die Liste der Kandidaten für den neuen Aufsichtsrat zur Scania -Hauptversammlung Anfang Mai wird vom Nominierungskomitee aufgestellt, in dem Thyssen-Krupp -Chef und MAN -Aufsichtsrat Ekkehard Schulz und die VW -Juristin Gudrun Letzel sitzen.

Investor gehört zum Reich der einflussreichen schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg. Die Beteiligungsgesellschaft ist drittgrößter Scania -Eigner nach Volkswagen und MAN. Über Investor und Stiftungen hält die schwedische Industriellenfamilie Wallenberg insgesamt aber rund 30 Prozent der Scania -Stimmrechte und kann damit eine Übernahme nach schwedischen Recht blockieren. Gängige Lesart ist es, dass Wallenberg dem verdienten Scania -Chef Leif Östling nicht in den Rücken fallen wolle und erst nach seinem Abgang einer Fusion zustimme könnte.

MAN hatten vor gut einem Jahr ein Übernahmeangebot für Scania unterbreitet, um zur Nummer eins im europäischen Lastwagenmarkt aufzusteigen. Die mehr als zehn Mrd. Euro schwere Offerte der Münchener scheiterte am Widerstand Schwedens und wurde von Hauptaktionär Volkswagen nicht unterstützt. Der Konzern beharrt auf der Zustimmung des zweitgrößten Scania -Aktionärs Investor, die (noch) aussteht. Seither werden Gespräche nur noch hinter den Kulissen geführt.

Scania -Chef Leif Östling ist der schärfste Kritiker eines Zusammenschlusses, in den die Wolfsburger auch ihr eigenes Geschäft mit schweren Lkw in Brasilien einbringen wollen. Spekulationen über sein vorzeitiges Ausscheiden bei Scania sind aber dementiert worden. Die Rückzugsgerüchte um Östling gebe es "seit mehr als einem Jahr", sagte eine Scania -Sprecherin dem Handelsblatt. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Vorstandschef den Kontrakt erfüllt. Sein Vertrag laufe "noch bis März 2009, und mehr kommentieren wir nicht".

Am Wochenende hatte es Spekulationen über einen vorzeitigen Wechsel an der Scania -Unternehmensspitze gegeben. Deutsche und schwedische Medien hatten berichtet, dass Vorstandschef Leif Östling vor Ablauf seines Vertrages aus dem Amt scheiden wolle.

Die zehn Mrd. Euro schweren Übernahmepläne des ehemaligen Scania -Managers und heutigen MAN -Chefs Hakan Samuelsson waren 2007 vorerst am Widerstand von Investor und der mangelnden Unterstützung von VW gescheitert.

Analysten tippen beim Käufer der vergangenen Woche gehandelten Millionen stimmrechtstarker Scania-A -Aktien erneut auf die deutsche Konkurrenz. "Das ist MAN", sagte einer. "Die wollen ihre Position stärken", sagte ein anderer. Nach schwedischem Recht muss bei Erreichen jeder Fünf-Prozent-Marke der Aktienkauf gemeldet werden. MAN müsste also spätestens bei Erreichen von 20 Prozent eine Meldung machen. Weder MAN noch VW wollten sich am Montag offiziell zu den Gerüchten äußern.

Brummi-Riese

Fusionspläne: MAN -Chef Hakan Samuelsson will den deutschen LKW-Hersteller mit der schwedischen Scania und der LKW-Produktion von VW in Brasilien verschmelzen. Am Ende soll ein neuer Brummi-Riese entstehen, der es mit dem Weltmarktführer Daimler aufnehmen kann.

Chefsache: Volkswagen kommt als Großaktionär beider Unternehmen eine Schlüsselrolle zu. Die Verhandlungen sind in Wolfsburg Chefsache, Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch kümmert sich persönlich um die Angelegenheit. Patriarch Piëch strebt eine einvernehmliche Lösung mit dem schwedischen Anteilseigner Wallenberg an.

Wachstumsmarkt: Die Nachfrage nach schweren Lastwagen wächst rasant, vor allem durch das Wachstum in den Schwellenländern.Allerdings gilt die europäische Größe MAN als global zu klein. Die Münchener kommen weltweit auf drei Prozent des Truck-Marktes. MAN machte im Jahr 2006 einen Umsatz von gut 13 Mrd. Euro, Scania kam auf knapp acht Mrd. Euro.

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche