Gbureks Geld-Geklimper: Mit Gold gegen die Krise - Seite 2

Gbureks Geld-Geklimper: Mit Gold gegen die Krise

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Bündel an Maßnahmen

Manfred Gburek
Manfred Gburek

Sich vor ihr zu schützen, heißt ein ganzes Bündel an Maßnahmen zu treffen. Dazu gehört neben einer auf die individuellen Verhältnisse abgestimmten Risikostreuung, neben der Diversifikation des Vermögens und dem Vorhalten von Liquidität für den Notfall unter anderem auch die Investition in Gold als sicheren Hafen und als ultimative Versicherung, ergänzt um Silber. Üblicherweise werden fünf oder maximal zehn Prozent Anteil am Vermögen in Gold empfohlen. Doch angenommen, Szenario 5 wird Realität, dann kann der gesamte Edelmetallanteil sinnvoller Weise im Einzelfall bis zu 50 Prozent betragen. Ob Platin und gegebenenfalls Palladium sich zum Gold und Silber gesellen sollten, hängt davon ab, ob diese beiden Edelmetalle sich neben ihrem industriellen Einsatz, vor allem für Autokatalysatoren, auch als Schmuck durchsetzen werden. Noch ist es nicht ganz so weit.

Barren und Anlagemünzen aus Gold sind von der Mehrwertsteuer befreit, aus Silber, Platin und Palladium sind sie es nicht. Für Sammlermünzen gilt je nach dem Verhältnis von Metall- und Liebhaberwert mal der ganze, mal der halbe Mehrwertsteuersatz. Allein schon deshalb empfiehlt sich der Kauf über einen der genannten Spezialisten unter den Edelmetallhändlern. Deren Umsatzträger sind indes weniger die Sammlermünzen als - neben Barren - vor allem Anlagemünzen, etwa in der Reihenfolge: Krügerrand (Südafrika), Maple Leaf (Kanada), Känguru (Australien, alternativ Nugget), Wiener Philharmoniker (Österreich), American Eagle (USA), ergänzt um Panda (China), Libertad (Mexiko) und einige weitere Prägungen.

Wo gibt es was?

Preise und Aufschläge unterscheiden sich bei den fünf gängigsten Anlagemünzen kaum. Stücke mit dem Gewicht einer Feinunze (31,1 Gramm) gehen am meisten um. Ihre Verkaufspreise liegen aktuell zwischen 735 und 746 Euro. Ist, was zuletzt beispielsweise beim Krügerrand vorkam, eine Münzenart ausverkauft, kauft man im Zweifel eine etwa gleichwertige andere. Der Unzenpreis wird weltweit in US-Dollar angegeben; er stieg zuletzt wieder etwas deutlicher über 900 Dollar, entsprechend Notierungen unterhalb von 700 Euro. Der Silberpreis machte in derselben Zeit einen Satz über 14 Dollar bzw. über 10 Euro. Was den Aufbewahrungsort für Münzen (und Barren) betrifft, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: vom heimischen Safe über das Schließfach einer deutschen oder ausländischen Bank bis zu einem Versteck, in dessen Ort tunlichst auch Personen des Vertrauens eingeweiht werden sollten.

Wer sich im Handel mit Aktien fit fühlt, kann ergänzend - weniger als Alternative - zu Anlagemünzen und Barren auch Gold- und Silberaktien in Betracht ziehen. Ihre Kurse sind zwar unter anderem von den Edelmetallpreisen abhängig, aber auch von einer Reihe weiterer Faktoren, wie Minenreserven und -ressourcen, Förderkosten und Managementqualität. Diese und einige weitere Faktoren lassen die Kurse der Edelmetallaktien stärker schwanken als die Preise der Edelmetalle. Das war zum Beispiel im Herbst 2008 besonders dramatisch: Obwohl damals auch Gold und Silber in den allgemeinen Abwärtsstrudel gerieten, traf dieser die Edelmetallaktien ungleich härter. Inzwischen sind die Kursverluste zum größten Teil wieder aufgeholt.

Da stellt sich die Frage, ob es im Zuge einer Verschärfung der Wirtschaftskrise nicht erneut zu einer solchen Entwicklung kommen kann. Ganz auszuschließen ist das zwar nicht, aber dann bliebe offen, was überhaupt noch vor Szenario 5 schützt, also vor der Zusammenballung von mehr Konjunkturprogrammen, weiterer Staatsverschuldung und Geldmengenexpansion. Zuletzt haben die Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts gezeigt, dass man einem solchen Szenario mit Gold und Silber sehr gut Paroli bieten kann. Diesbezüglich dürfte sich die Geschichte im Groben wiederholen. Damit sind zwar längst noch nicht alle eingangs gestellten Fragen beantwortet, aber die große Linie steht fest.

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46 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.05.2009, 20:01 UhrAnonymer Benutzer: Klartexter

    Ein Goldverbot erscheint mir auch eher unwahrscheinlich. Es gibt einerseits keine Knappheit an Gold, die goldverbrauchende industrie kann problemlos versorgt werden, bzw. hat ebenfalls eine sinkende Nachfrage nach diesem Rohstoff. Und andererseits spielt Gold für die Währungsdeckung praktisch keine Rolle mehr. Dass einige Notenbanken immer noch Gold (im hoffentlich eigenen) Keller bunkern, ist mehr ein Gewohnsheitreflex als währungspolitische Notwendigkeit, wenngleich es sicher auch kein Schaden ist. Vor allem bedeutet es aber keine Goldbindung etc.. Das war in den USA 1933 noch ganz anders, als damals dort eine Goldverbot, bzw. Goldlimit auf 100 $ im Privatbesitz verhängt wurde.

    Kurz und knapp könnte man auch sagen, dass Gold heute zu unwichtig und unbedeutend ist, als das es Sinn machen würde diesen Rohstoff im Privatbesitz zu verbieten.

  • 20.05.2009, 16:04 UhrAnonymer Benutzer: Xray1

    Gold ist eine Finanzversicherung. Wer ein Haus hat, hat auch eine Feuerversicherung und ärgert sich nicht täglich, dass der Versicherungsfall nicht eingetreten ist, obwohl doch die Prämie weg ist. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch der Einstandspreis eher zweitrangig. Wer sich erst bei drohender Gefahr versichert, der muss eben höhere Prämien zahlen. Wie viel % des Vermögens dann in Gold sein sollen hängt von der persönlichen Einschätzung ab, wie wahrscheinlich der Versicherungsfall ist. Wer fest mit dem Währungscrash rechnet, kann auch alles in EM stecken. Er sollte aber einen gutbezahlten Job haben für den Fall, dass alles gut gehtt.....Oder man hält so viel Gold, dass man im Falle eines Falles nach der Stabilisierung wieder investieren kann. Dann versichert man quasi nur ein Teil seines Vermögens, auch gut.
    Ein Goldverbot halte ich für unwahrscheinlich weil extrem schwer durchsetzbar und zu offensichtlich anti-freiheitlich. Wäre wie ein bargeldverbot, steuerlich wäre das auch die einfachste Lösung für Steinbrück, nie wieder Schwarzgeld. Trotzdem würden die Leute auf die barrikaden gehen. Sollte es tatsächlich mal rund gehen, wirds für den kleinen Mann eh kein Gold mehr geben, geschweige denn, dass er es sich dann noch leisten könnte....

    Ob der Preis heute tatsächlich schon zu hoch ist, werden wir natürlich erst morgen wissen. Man kann aber mal die barvermögen/kurzfristigen Sichteinlagen weltweit zusammenzählen und sich überlegen, wie viel Gold für welchen Prozentsatz dieser kurzfristigen Vermögen zum heutigen Preis gekauft werden könnte. Und dann stellt man das mal gegen das heute insgesamt verfügbare Gold. Oder anders gesagt: Wenn die Leute die alte investorenregel, die nun wirklich nicht übertrieben ist, 10% des Vermögens in Gold zu halten plötzlich alle befolgen wollten, wäre der Goldpreis auf einen Schlag astonomisch im Vergleich zu heute.....

  • 20.05.2009, 12:39 UhrAnonymer Benutzer: Dennis J.

    Wir gehen momentan davon aus, das der momentane Goldkurs von 924 USD zwischen 700 und 1150 USD schwanken wird. Allerdings gehen wir auch davon aus, dass der momentane Silberkurs von 13.88 zwischen 10 und 22 USD schwankt - merken Sie was?

    Gold biete max ein weiteres potencial von knapp 25%, Silber aber ueber 60%...

    Schoene Gruesse aus London.

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