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31 KommentareVor nur wenigen Wochen haben sich Vertreter des privaten Hyperkapitals in einem Hotel in den USA getroffen, um den Euro auf einen Kurs von 1 : 1 zum US Dollar herunter zu manipulieren. Ueber die Gruende darf spekuliert werden.
Mich beunruhigt dass die bundesrepublik zwar eine der größten Goldreserven der Welt besitzt, formell, dieser aber sogut wie nur im Ausland gelagert wird. Vor allem in den USA. Je nach juristischer Sachlage ist fraglich ob die bundesrepublik darauf überhaupt noch Zugriff hätte wenn es in den USA zum, mit jedem Fiskaljahr in solch einem Verschuldungstempo immer wahrscheinlicheren, Währungs- und Gold"schnitt" in den USA käme. Den private Goldbesitz kann ein Staat grundsätzlich verbieten, also bürgern, banken und Unternehmen, um dieses Gold einzuziehen (gegen Entschädigung in Papiergeld). Wie das mit dem bundesdeutschen Goldschatz auf US-Territorium ist...
Für die Deutschen ist die derzeitige Lage halb so schlimm, zumindest solange wir noch eigenständige bundesanleihen begeben können. Wir sind einer der weltgrößten Kapitalimporteure - sind also global gesehen ein Schuldner sondern ein Gläubigerstaat - und unsere Währungen neigte immer dazu zu stark aufzuwerten. Wenn Probleme innerhalb der Eurozone den Euro, der ja auch unsere Währung ist, nach unten drücken ist dies für unsere Exportwirtschaft ein geldwerter Vorteil enormer Ausmaße. Zumindest derzeit überwiegen für uns ganz klar die Vorteile aus der derzeitigen Situation, so zynisch das klingen mag.
Es gibt andere Kolumnisten, die genauso überzeugend darlegen, dass der Goldpreis trotz der wachsenden Nachfrage aus China etc. keinesfalls noch jahrelang auf immer neue Höhen steigen wird. Und dass die reichen Leute dieser Welt nur zu einem verschwindend geringen Anteil in Gold investiert sind, könnte man auch als Argument gegen Gold interpretieren. Denn sehr reiche Leute haben in der Regel die besten Finanz- und Vermögensberater (im Gegensatz zu den normalen Privatanlegern). Selbst wenn man sich für physisches Gold entscheidet, bleiben dabei immer noch viele Fragen offen. Eher in kleiner (hoher Aufschlag) oder größerer (evtl. im Krisenfall nicht so gut einsetzbar) Stückelung kaufen? Über das internet bei einem renomierten Goldhändler ordern oder doch nicht? Kann man das für den Goldkauf eingesetzte Geld entbehren, wenn es doch anders kommt und der Goldpreis wieder stark fällt? ist es nicht so, dass man beim Goldkauf ein Aufgeld zahlen muss und bei einem evtl. Verkauf wieder ein Aufgeld bzw. einen Abschlag vom Goldpreis hinnehmen muss? Gibt es im extremen Krisenfall staatliche Eingriffe gegen Goldbesitzer (Goldverbot, Steuer usw.) oder wird gar die Zahlung per Gold verboten? ist eine weltweite Kernschmelze der Währungen überhaupt wahrscheinlich oder würde es im Ernstfall eher regional begrenzt ablaufen? Fragen über Fragen, die Herr Gburek nicht einmal ansatzweise anspricht oder klärt.
Es ist kaum bekannt, dass die Franzosen in den 1970er Jahren mit Waffengewalt die USA auffordern mußten, ihnen ihr Gold heraus zu geben!
Frankreich schickte damals seine Marine an die amerikanische Küste.
Das dürfte uns ziemlich schwer fallen.
ich möchte jedenfalls keine Wette halten müssen, dass die Amerikaner uns in jedem Fall und zu jeder Zeit unser Gold herausgeben würden, wenn wir es anforderten.
Schon der laut geäusserte Wunsch würde als Misstrauensvotum gegen Amerika interpretiert, den sich keine bundesregierung zur Zeit herausnehmen würde.
Wenn's dann notwendig würde, ist es zu spät.
Das nennt man wohl eine Zwickmühle!!!
zu @Skeptiker @Gburek
Herr Gburek, der Skeptiker hat eine Reihe von Fragen aufgelistet, die ihre berechtigung haben. Dies gilt umso mehr, als man nicht goldfeindlich ist.
Wenn Sie die Fragen alle abarbeiten, haben Sie bis Ende dieses Jahres genügend Stoff! Die Fragen von Skeptiker sind sehr gut. ich hoffe, man drückt sich nicht um die beantwortung! Dies würde mich zum Skeptiker machen....!
@skeptiker, @ rentner,
die punkte wurden bereits in vorangegangenen beiträgen erörtert,
und bei aktien zahlt man auch ein aufgeld bei kauf und verkauf, und auch noch steuern! jedem das seine, mir das gold!
ausserdem sollte man bedenken wieviel gold tatsächlich physisch verfügbar ist, und wieviel davon nur auf dem papier besteht!
und wenn die flucht in sachwerte erst richtig losgeht, na dann wirds nix mehr zu kaufen geben!
@ owiw
Schwache Antwort! Jede Kolumne sollte eigentlich für sich schlüssig sein. Wurde wirklich in älteren Kolumen über die konkrete Höhe des Aufgeldes beim Kauf, des Abzuges beim Verkauf, staatliche Eingriffe, die Problematik der Lagerung etc. berichtet? Wurde je darüber berichtet, dass sehr reiche Leute, die fast nicht in Gold investiert sind, auch sehr gute Finanz- und Vermögensberater haben? Warum haben ihnen diese Vermögensberater nicht zur Aufstockung ihres Goldanteiles geraten? im Übrigen führt ein pauschaler Vergleich zwischen Gold und Aktien nicht weiter, vor allem wenn er auf das Aufgeld reduziert wird. bei einem guten Portfolio mehrer Qualitätsaktien hat man jährlich die Dividende und mittel- bis langfristig zusätzlich Kursgewinne. Gold taugt auf keinen Fall als Geldanlage. Als Versicherung gegen eine Megakrise kann es eine Überlegung wert sein. Kommt diese Krise aber nicht und der Goldkurs fällt stark und bleibt lange Zeit auf dem niedrigeren Niveau, schaut man in die Röhre. Es sei denn man hat genügend Geld und kann diesen Verlust locker verschmerzen.
Für mich unverständlich sind immer wieder die Einwände gegen Gold, wie z.b Aufgeld, Lagerung.
Aufgeld: Gold ist in den letzten fünf Jahren, um über 150% gestiegen (in Euro, abzgl. Aufgeld!). Mit jeder schlechten Nachricht (Ende nicht in Sicht) geht es weiter nach oben.
Wer natürlich jetzt erst wach geworden ist und auf den immer schneller fahrenden Zug aufspringen möchte, geht ein gewisses Risiko ein.
Lagerung: Sie brauchen nur wenig Platz, eine halbe Million passt bequem in zwei Zigarrenkisten. Natürlich nicht bei der bank, wer es nicht im Haus einmauern möchte, Sie können es doch beispielsweise (sogar ganz ohne Umverpackung) an einem beliebigen Ort vergraben.
@ Goldfreund Sie sagen es, Gold ist in den letzten 5 Jahren ca.
150 % gestiegen. Das ist doch der problematische Punkt. in dieser Kolumne hier wird im Endeffekt dazu geraten, jetzt in physisches Gold einzusteigen. Wenn man sein Gold als Versicherung unter Umständen Jahrzehnte halten will und sich das leisten kann, d. h. selbst starke Kursrückgänge locker verkraften kann, OK. Ansonsten kann man starke Kursrückgänge in der Zukunft und eine wesentliche Minderung seines Goldvermögens nicht ausschließen. Das sollte man bedenken, wenn man schon etwas auf seine Finanzen achten muss. ihr Tipp, das Gold irgendwo zu vergraben, ist ja ganz "toll". ich hätte keine ruhige Minute, wenn ich es vergraben hätte. Was kann da nicht alles passieren.
Kommentare zu: Was Euro, Dollar und Goldpreis bewegt
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