Kommentare zu: Anlagestrategie selbst gemacht

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12 Kommentare
  • 28.06.2009, 10:43 UhrAnonymer Benutzer: Dr. Hannes Peterreins

    ich bin selbst Vermögensverwalter und Fondsmanager. insofern bin ich alles andere als neutral. Und daher ist es natürlich kein Wunder, dass ich nicht glaube, dass Do-it-Yourself bei der Geldanlage wirklich eine gute idee ist. Das ist etwa so, als würde man sich ein Medizinbuch kaufen, um dann zu glauben, keinen Arzt mehr zu brauchten. Man könne ja jetzt selbst seine Krankheiten heilen. Oder man kauft sich eine Einführung in Jura und glaubt, schwierige Fälle selbst ohne rechtsanwaltichen beistand bestreiten zu können. Einen Fachmann zu konsultieren, ist, denke ich, durchaus sinnvoll, weil es erstens Geld und zweitens Ärger spart.
    Das große Problem im Finanzsektor ist freilich (und in dem Wiwo-beitrag wurde das ja auch gut geschildert), dass hier massenhaft sogenannte berater herumlaufen, die vor allem durch eines glänzen: ihre fachliche inkompetenz. Und hier stehen die banken (leider) ganz vorne.
    Wenn ich mal aus dem bauch heraus schätzen wollte, dann würde ich sagen, dass etwa 95% der Anlageberater eine schlichte Katastrophe sind. Und hier gebe ich WiWo hundertprozentig recht: Da kümmert man sich besser selbst um seine Geldanlagen, als zu solch inkompenten und schlechten "berater" zu gehen.
    Dennoch gibt es auch gute und kompetente Anlageberater. Die sind zwar sehr, sehr selten. Und es ist nicht leicht einen solchen berater zu finden. Wenn man aber einen solchen wirklich kompetenten Anlageberater hat, dann (das kann ich mit Sicherheit behaupten) ist dessen Dienstleistung zu beanspruchen um vieles klüger, als es alleine zu probieren. Daran besteht aus meiner Sicht kaum ein Zweifel. Privatanleger neigen nämlich immer wieder zu denselben Fehlern (das hat was mit Psychologie zu tun) und von vielen Dingen können sie nicht wirklich fundiert wissen. Und schließlich gehört zur guten Geldanlage oft sehr viel Mathematik und das muss man auch können.
    Dr. Hannes Peterreins. geldanlage-finanz-blog.de

  • 29.06.2009, 14:55 UhrAnonymer Benutzer: prediger

    sowohl dem artikel, als auch dem kommentar von dr. peterreins kann ich nur zustimmen. im unterschied zum arzt- oder jurastudium, werden hausfrauen und handwerker über nacht zum VERMÖGENSbERATER, dvag sei dank. frau merkel redet dann auch gern mal da, was es als kunde noch schwieriger macht, an diesem system zu zweifeln. gott sei dank werden diese missstände endlich öffentlich gemacht.

  • 01.07.2009, 19:54 UhrAnonymer Benutzer: H. von Platen

    Die Strategie der Stop-Loss wenden wir im investmentclub Hexensabbat Club berlin GbR (gegründet am 1.4.2000) schon eingie Jahre erfolgreich an. Da wir hier nicht die Möglichkeit haben täglich Entscheidungen zu treffen und umzusetzen hat sich das auch gut bewährt. Mithilfe des Clubs haben die Frauen die Möglichkeit den Umgang mit Aktien zu lernen und das ganze mit kleinem Einsatz real zu üben.

    Es geht nicht darum zwingend alles alleine zu machen und Vermögensverwalter grundsätzlich komplett auszuschalten. im Fordergrund steht das lernen und begreifen, so dass man besser versteht was an den Aktienmärkten passiert. Man kann dann ganz anders mit den eigenen oder auch fremd angedachten Entscheidungen umgehen und selbst Verluste lassen sich besser verschmerzen und nicht gleich nur über vermeintliche Schuldzuweisungen auf die berater abweisen.

    ich glaube ein guter Vermögensberater hat an einem Kunden mit etwas mehr Erfahrung oder auch eigenem Entscheidungswillen und einer eigenen Meinung dauerhaft mehr Freude.

    Henrike von Platen
    hexensabbatclub.net

  • 02.07.2009, 14:46 UhrAnonymer Benutzer: AJ

    Es ist mir vollkommen unerklärlich wieso Millionen Deutsche bei jedem Aldi-Einkauf sich genauestens informieren, aber ihre Kapital- und Altersanlage windigen bankberatern(Verkäufern) oder Finanzdienstleistern überlassen! Es geht schließlich um zehntausende Euro und nicht um 3,99 Euro! Jeder sollte sich selbst über unabhängige Quellen über Vermögensbildung und Geldanlage informieren. Eigentlich sollte der Umgang mit Geld auch in der Schule unterrichtet werden. Auch wenn es sehr materiell klingt: Der verantwortungsvolle Umgang mit Geld gehört zu den wichtigsten Dingen im Leben!

  • 02.07.2009, 16:56 UhrAnonymer Benutzer: sir

    sorry falscher link
    So will man uns das Edelmetall schlecht machen

    http://www.mmnews.de/index.php/200907023217/MM-News/Lugen-fur-das-Goldverbot.html

  • 02.07.2009, 17:38 UhrAnonymer Benutzer: Michael Tyssen

    Ganz meine Meinung! immer wieder vertrauen Anleger, fast schon blind, ihr Geld den banken an und wissen dabei nicht, dass man in Eigenregie viel mehr aus einer Geldanlage rausholen kann. Hauptgrund für das Nicht-Auseinandersetzen mit Geldanlagen dürfte bequemlichkeit sein. Oder sind alle Autokäufer ingenieure? Es gibt genügend unabhängige informationsquellen über Geldanlagen. Meine Fondsauswahl habe ich nach einer ausgiebigen Recherche selbst getroffen und ein Fondsdepot günstig über den Fondsvermittler [...] eröffnet, [...]

    Anmerkung der wiwo.de-Redaktion: Wir behalten uns vor, werbliche inhalte zu löschen oder aus den Kommentaren zu entfernen.

  • 02.07.2009, 18:06 UhrAnonymer Benutzer: BauKalender

    @AJ "vollkommen unerklärlich"? - versteh ich nicht!

    1. bei "Aldi" wird auch nur auf den Preis und das Verfallsdatum geachtet. (Apropos Aldi: Das Angebot ist ja auch recht ordentlich.) Mehr verstehen die meisten Kunden eh nicht.
    2. bei Kapitalanlagen verstehen die meisten Kunden auch davon (Preis etc.) noch nicht mal was.
    3. Aber: "Alle Menschen sind schlau. Die einen vorher, die anderen hinterher." (Voltaire - wer sonst?)
    Grüße

  • 06.07.2009, 12:02 UhrAnonymer Benutzer: MW

    Na, war ja klar, dass die banker nun ihre Felle wegschwimmen sieht. Sie, Herr Dr. Peterreins habe ich hier schon öfter gelesen, Sie verstoßen nicht nur gegen das Wettbewerbsrecht, sondern sprechen so manchem klugen bürger auch noch die Fähigkeit ab, selbst und völlig OHNE berater seine Strategie erfolgreich umzusetzen.

    ich persönlich fände es gut, wenn sich mehr Menschen mehr Gedanken um ihr Geld machen und noch mehr Leute noch skeptischer gegenüber "professionellen" beratern würden, vor zu sehen, ob er wirklich weiterhelfen will oder doch wieder nur seine Provision sieht.

    ich persönlich habe es so gemacht, völlig auf berater verzichtet und fahre recht gut damit.

    Einfach mal selbst das Hirn einschalten und los, absolut empfehlenswert.

  • 11.07.2009, 18:14 UhrAnonymer Benutzer: Dr. Peterreins

    MW will lieber auf einen professionellen Anlageberater verzichten und schreibt in seinem Kommentar:
    "Einfach mal selbst das Hirn einschalten und los, absolut empfehlenswert"

    Dazu möchte ich nur Jason Zweig aus seinem buch "Gier" zitieren (S. 5): "Kurzgesagt ist das Anlegerhirn weit davon entfernt, der verlässliche, effiziente und logische Apparat zu sein, für den wir es gerne halten würden. Sogar Nobelpreisträger verhalten sich nicht immer so, wie es hre eigenen Wirtschaftstheorien vorschreiben. Wenn Sie Geld anle-gen – sei es al professioneller Anlageberater ... oder als 'Otto Normalverbraucher' ... –, kombinieren Sie kühle Wahrscheinlichkeitsrechnung mit instinktiven Reaktionen zum Ner-venkitzel des Gewinns und den Qualen des Verlusts."

    ich gebe zu, dass die große Masse der Anlageberater (wahrscheinlich 95%) katastrophal schlecht sind. Aber ein guter, kompetenter Anlageberater kann einem vor typischen Fehlentscheidungen sehr gut bewahren. Ganz einfach weil er ein viel umfassenderes Wisen hat, als ein Privatanleger je haben kann. Es ist eben ein Unterschied, ob man etwas hobby-mäßig so nebenbei macht, oder den ganzen Tag hauptberuflich.

    Natürlich kann man sich, was die eigene Steuererklärung betrifft, den kleinen Konz erwerben und einfach mal loslegen. Aber ein Steuerberater ist sehr häufig doch sein Geld wert. Warum sollte das bei der Anlageberatung anders sein?

  • 22.07.2009, 02:02 UhrAnonymer Benutzer: tom

    Anlageberater empfehlen im interesse des instituts für das sie arbeiten.