Hardware: Computer für Existenzgründer

Hardware: Computer für Existenzgründer

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Je nach Bedarf den passenden Computer: Einstiegsrechner gibt es schon ab 400 Euro

Die Wahl der richtigen Computerausstattung ist nicht einfach. Existenzgründer können viel Geld sparen, wenn sie genau analysieren, welche Hardware sie für ihre Anwendungen tatsächlich benötigen.

„Wir haben uns viel abgespart“, beschreibt Thomas Wiegand, Geschäftsführer des Software-Unternehmens i2solutions, seine Strategie rund um die Computerausstattung seines Büros. „Bei uns muss nicht immer der neueste Rechner herumstehen.“ Wiegand hat seine Firma nach und nach gegründet, schon mit 18 baute er Computer für Bekannte zusammen und machte sich  selbstständig.

Existenzgründer benötigen nicht gleich zum Start  den Mercedes unter den Computern: Ein so genannter „Einstiegscomputer“ reicht für den normalen Büroalltag in vielen Fällen völlig aus. Basiert die eigene Unternehmensidee nicht gerade auf aufwendige Grafik-, Video oder Soundanwendungen oder Spezialhard- und -software, dann gibt es den passenden Computer inklusive Betriebssystem und separat gekauften Flachbildmonitor schon für etwa 400 Euro.

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Das reicht dann für das Surfen im Internet, ein bisschen Textverarbeitung und ein paar Präsentationen. Auspacken, anschließen, loslegen – das ist dabei die Devise. In einem solchen Paket enthalten sind beispielsweise:

AMD Sempron Dual-Core Prozessor 2100; 1,8GHz 1 GB RAM-Arbeitsspeicher 160 GB Festplatte, DVD-Multiformatbrenner Windows Vista Home Premium Betriebssystem Flachbildmonitor mit 17 Zoll Bildschirmdiagonale

Grundausstattung Software

Software ist in solchen Billigsystemen nur dürftig vorhanden. Obligatorisch sollte hier Schutzsoftware wie etwa eine Firewall und ein Anti-Viren-Scanner sein. Diese sollte der Existenzgründer lieber gleich im Gesamtpaket kaufen, es gibt auch Lizenzen, die sich gleich auf drei Rechnern verwenden lassen. Tipp: Vollversionen und auch Updates sind bei Onlinehändlern deutlich billiger als beim Virensoftwareprogrammierer selbst.

So kostet zum Beispiel die Vollversion auf CD von Kaspersky Internetsecurity 2009 bei Amazon.de 33,99 Euro (Versand kostenfrei), bei Kasperky selbst aber schon 39,95 (zzgl. 9,95 Euro Versand). Ein weiterer Kostenpunkt ist das Office-Paket: Hier bietet sich OpenOffice als kostenlose Alternative zu Microsoft Office an, auch so gibt es für viele Anwendungsbereiche gute Opensource-Software. Wer das nicht mag: Bei Lizenzprodukten müssen einige hundert Euro hinzugerechnet werden. Genereller Tipp hier: Immer vergleichen, die Preise sind nicht standardisiert. Und: Nach speziellen Rabatten für Existenzgründer fragen.

Wiegand ist zertifizierter Microsoft-Partner: Natürlich sind auf seinen Computern so Lizenzprodukte installiert. Mittlerweile beschäftigt der 29-jährige acht Mitarbeiter – und entwickelt vor allem Softwareschnittstellen für Produkte großer Konzerne – etwa  für SAP- und  Microsoft-Software. „Deshalb stehen hier auch ähnliche Rechner, wie bei unseren Kunden“, beschreibt Wiegand. Eine Besonderheit gibt es aber dennoch: Wiegand betreibt ein papierloses Büro. Jeder Arbeitsplatz hat einen eigenen Dokumentenscanner.

In Sachen Computer fallen im günstigsten Fall  – ohne ausgefallene Softwarewünsche – für den  Einstiegs-PC der eigenen Firma etwa 450 Euro  an.

Thomas Wiegand, Geschäftsführer von 12solutions

Thomas Wiegand, Geschäftsführer von 12solutions

Stichpunkt Datensicherheit: Gerade in Kreativbuden ist das eigentlich wertvolle die eigene Datensammlung. Hier sollte der Gründer über ein RAID-System nachdenken, auf dem sich verschiedene Festplatten miteinander spiegeln.

Das ist dann als eigenständige Lösung leider ziemlich teuer: So kostet ein Gehäuse von Raidsonic ab etwa 120 Euro, hinzu kommen zum Beispiel zwei 160 GB-Festplatten von Western Digital für je 37 Euro.

Billiger ist es, mit einer Einsteckkarte ins PC-Gehäuse. Einen entsprechenden RAID-fähigen Controller gibt es für etwa zwölf Euro.

Händler gibt es sehr viele – etwa www.dell.de, www.atelco.de und www.discount24.de (eine Tochter des Otto-Versands). Aber natürlich hat ein Computershop um die Ecke mit einer kompetenten Beratung auch seinen Reiz und durchaus gute Preise.

Spielt die Integration in eine  ältere Computerlandschaft keine Rolle, dann sollte der Gründer auch – allen Unkenrufen zum Trotz – lieber gleich auf das Betriebssystem Windows Vista setzen. Denn das  aufwändige an einer PC-Umstellung ist nicht die Hardware, sondern die Software- und Datentransformationen. Und wer hier auf ein zukünftig veraltetes System setzt, muss irgendwann neu installieren. “Never change an existing system“, „ändere niemals ein bestehendes System“, sagt nicht umsonst ein alter Spruch für Computernutzer. Im Zweifel ist es nach ein  paar Jahren sowieso deutlich billiger, gleich einen neuen Rechner zu kaufen, anstelle den alten in Soft- und Hardware aufzumöbeln.

Auch Gründer Wiegand möchte nicht alle paar Monate neue Systeme installieren. Bei ihm standen noch bis vor einem Jahr Röhrenmonitore auf den Schreibtischen, Computer werden fünf Jahre genutzt. Sie wandern dann je nach Einsatzzweck in unterschiedliche Unternehmensbereiche, „für die Buchhaltung muss es schließlich nicht das neueste Modell sein“, sagt  Wiegand.

„Der Hardwarekauf ist noch günstig“, ergänzt er.. Er gibt zwischen 300 und 800 Euro  für einen neuen Computer aus. „Viel aufwändiger ist die Anpassung, das kostet mindestens zwei Tage Zeit.“ Deshalb setzt der Gründer auch nicht auf Stückelwerk: Mindestens drei bis vier identische Rechner kauft er auf einen Schlag, durch die so genannte Spiegelung muss er dann nämlich nur einmal ein System aufsetzen, packt das auf eine CD und die anderen identischen Rechner sind innerhalb einer halben Stunde einsatzbereit. Auch das ist dann sparsamer Mitteleinsatz für die Computerausstattung.

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