Höhepunkt Mitte des Jahres: Wirtschaftsweise rechnen mit Ausweitung der Finanzkrise

Höhepunkt Mitte des Jahres: Wirtschaftsweise rechnen mit Ausweitung der Finanzkrise

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Die Wirtschaftsweisen von links nach rechts: Wolfgang Wiegard, Peter Bofinger, Beatrice Weder di Mauro, Wolfgang Franz und der Vorsitzende Bert Rürup.

Der Höhepunkt der vom US-Immobilienmarkt ausgegangenen Finanzmarktkrise steht nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen Wolfgang Franz und Peter Bofinger erst noch bevor. Mitte dieses Jahres dürfte das Schlimmste überstanden sein, meinen die beiden Wirtschaftsexperten.

„Die Zinsanpassungen für die Käufer von US-Immobilien kommen jetzt erst so richtig zum Tragen, und das erhöht ständig den Druck auf die Immobilienmärkte“, sagte der Würzburger Professor Bofinger der „Berliner Zeitung“. „Den Höhepunkt der Finanzkrise erwarte ich erst für Mitte des Jahres.“

Auch Franz sagte der Zeitung: „Ich fürchte, dass wir bei der Finanzmarktkrise noch nicht über den Berg sind.“ Die anstehenden Zinserhöhungen würden noch „einige Schuldner in Schwierigkeiten bringen, so dass die Ausfallwahrscheinlichkeiten dieser Kredite und damit der Abschreibungsbedarf bei den Banken auch hierzulande steigen“ werde.

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Die im Dax notierte Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate hatte am Dienstag den Wert ihrer US-Anlagen überraschend um 390 Millionen Euro nach unten korrigiert und einen Gewinneinbruch bekannt gegeben. Die Aktie stürzte darauf um über 30 Prozent ein.

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