Innovationen: Intelligente Postfächer

Innovationen: Intelligente Postfächer

Ohne E-Mail wäre ich aufgeschmissen. Der Verzicht auf die elektronische Post würde mich zwar nicht umbringen, aber zumindest eine Teilamnesie verursachen.

Mein Postfach ist mein Ersatzgedächtnis. Es bewahrt inzwischen fast zwei Gigabyte Daten für mich auf – Studien, Texte, Abrechnungen, Flug- und Hotelbestätigungen, Fotos, Terminabsprachen und jede Menge Adressen. Das Schöne ist: Da Internetunternehmen E-Mail-Dienste als strategisch wichtig einstufen und kräftig in deren Weiterentwicklung investieren, werden die Postfächer immer intelligenter. Sie können mittlerweile recht gut Adressen und Kontakte aus der Post herausfiltern, auch Termine erkennen, die sie dann in den Kalender einfügen. IBM arbeitet an einem Postfach, das automatisch Aufgabenlisten erstellt und Termine koordiniert. Es gibt auch Innovationen, die alltägliche E-Mail-Probleme lösen. Etwa den Versand von Dateien, die größer als zehn Megabyte sind, zum Beispiel hochauflösende Fotos, Videos oder Geschäftsberichte. Heute kommen diese Dateien oft wieder zurück, weil das Postfach des Empfängers die Annahme so großer Anhänge verweigert. Das junge New Yorker Unternehmen Pando hat dafür ein kleines Programm entwickelt, das nicht nur E-Mails mit einem Umfang von bis zu einem Gigabyte zustellt, sondern deren Versand und Empfang auch beschleunigt. Pando baut dazu eine Verbindung zwischen den Rechnern von Versender und Adressat der E-Mail auf. Der Empfänger entscheidet, ob er die Post herunterladen will oder nicht. Pando arbeitet daran, das kostenlose Programm in populäre E-Mail-Programme wie Microsoft Outlook zu integrieren. Die Benutzeroberfläche ist vorbildlich, der Service pfiffig. Einziger Nachteil: Um die Anwendung nutzen zu können, muss die Software heruntergeladen werden, was die Firewall vieler Unternehmen zum Schutz vor Virenattacken oder Spionage-Software verhindert. Doch es gibt Alternativen, etwa Yousendit.com oder Dropsend.com. Beide Programme funktionieren über den Web-Browser. Dateien werden hier auf den Servern des Anbieters zwischengelagert. Der Empfänger kann sie von dort herunterladen. Das ist zwar nicht so elegant und schnell wie Pando, vermeidet aber Probleme mit Virenschützern.

Anzeige
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%