Investmentfonds: Fonds-Ranking: Die Besten aus 3074

Investmentfonds: Fonds-Ranking: Die Besten aus 3074

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Investmentfonds

von Martin Gerth, Heike Schwerdtfeger und Annina Reimann

Die WirtschaftsWoche hat 3074 Fonds aus jenen Kategorien unter die Lupe genommen, in die Anleger am häufigsten investieren. So wurden die 73 besten Fonds aus sechs Kategorien bewertet.

Die Bewertungsmethode: Der Zeitraum für die Analyse der verschiedenen Kennziffern betrug 36 Monate. Bei den Angaben zur Wertentwicklung wurde auch der Ein- und Fünfjahreszeitraum berücksichtigt. Die Zahlen zur Wertentwicklung sind auf Euro-Basis berechnet, alle internen Kosten sind bereits enthalten, nicht jedoch ein Ausgabeaufschlag, den Anleger beim Kauf manchmal zahlen. Nur Fonds, die mindestens zehn Millionen Euro verwalten, wurden berücksichtigt. Die Tabelle ist sortiert nach der Gesamtpunktzahl der besten Fonds jeder Kategorie. Die Punktevergabe schloss sich einem Auswahlprozess an, den die in der Tabelle aufgeführten Fonds überstanden haben. Sie haben also eine hohe Qualität bewiesen, obwohl die Gesamtpunkte stark voneinander abweichen.

Folgende Annahmen liegen der Auswertung zugrunde:

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Aktienfonds Europa und Welt:

Eine Kennziffer für die Abweichung des Fonds vom Index ist der Tracking Error. Je höher der ist, desto mehr Freiheiten nutzt der Fondsmanager. Fonds, deren Tracking Error unter dem Durchschnitt der Gruppe liegt, wurden aussortiert. Mit den größeren Abweichungen soll der Manager aber eine Mehrrendite erzielen – im Fachjargon das Alpha. Alle Fonds mit einem positiven Alpha kamen in der Auswahl weiter. Mitunter ist es wichtig für Anleger, dass ein Manager die Bremse ziehen kann, wenn der Markt überschwänglich wird. Einen Hinweis darauf gibt eine weitere Kennziffer, im Fachjargon Beta genannt. Fonds mit einem Beta unter 1,0 kamen weiter, denn in diesem Falle fällt der Fondspreis weniger stark als der Index. Die meisten Anleger wollen zudem Schocks vermeiden – abzulesen am „Maximalen Verlust“.

Punktevergabe:

Unter den ausgewählten besten Fonds werden Punkte für die jeweiligen Rendite- und Risikokennziffern vergeben. So bekommt beispielsweise der Fonds mit der besten Wertentwicklung über die drei Betrachtungszeiträume kumuliert zehn Punkte, der Zweitbeste neun Punkte. Insgesamt stecken hinter der Fondsbetrachtung zehn Einzelkategorien, die sich in der Tabelle in sechs Punktvergaben niederschlagen, da einige Kategorien zusammengefasst wurden (wie etwa die Wertentwicklung über drei Jahreszeiträume zu einer Punktvergabe). Diese sechs Noten addiert, ergeben die Gesamtpunktzahl. Anleger müssen sich nicht zwangsläufig an der besten Gesamtpunktzahl orientieren. Wer etwa risikobereit auch relativ höhere Maximalverluste auszuhalten bereit ist, dafür aber etwa lieber einen Fonds mit günstiger Kostenstruktur möchte, findet diesen in der WirtschaftsWoche-Übersicht. Schließlich haben alle vorgestellten Fonds ihre Stärken und Hunderte andere hinter sich gelassen.

Aktienfonds Schwellenländer:

Anleger müssen generell bereit sein, bei diesen Fonds auch hohe Risiken einzugehen, um auf Rendite zu kommen. Das Beta war deshalb hier kein Ausschlusskriterium.

Aktienfonds Asien:

Auch sie sind nur etwas für risikobereite Anleger, die Auswahl deshalb ebenfalls nicht so streng. Weder Beta-Kriterium noch Maximaler Verlust führten zum Ausschluss. Zumindest aber die Fünfjahreswertentwicklung musste höher sein als im Gruppendurchschnitt.

Mischfonds:

Den ersten Test überstanden alle Fonds, die eine Mehrrendite zum Index (je zur Hälfte aus Aktien und Anleihen) schafften. Von den Übriggebliebenen schieden die aus, deren Maximalverlust über dem Gruppenschnitt lag. Alle Fonds, deren Fünfjahresperformance besser war als der Durchschnitt der verbliebenen, erhielten Punkte.

Euro-Rentenfonds:

Die erste Auswahl erfolgte über die Dreijahreswertentwicklung der Fonds. Dann folgte die Auswahl über den maximalen Verlust. Fonds, die eine über dem Durchschnitt liegende Information Ratio hatten, kamen weiter. Die Top-Fonds mussten in drei Jahren mehr als 5,25 Prozent pro Jahr verdient haben (Durchschnitt der verbliebenen Fonds), dann schloss sich die Punktvergabe an.

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