Johnson & Johnson: Balsam in der Krise

Johnson & Johnson: Balsam in der Krise

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Kursverlauf der Johnson & Johnson-Aktie zwischen 2004 und 2008: Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht

Die Zeichen stehen gut, dass der amerikanische Gesundheitskonzern Johnson & Johnson am Ende des Jahres das beste Umsatzergebnis seiner Geschichte einfährt.

Nach einem überraschend starken Gewinnanstieg um 7,6 Prozent auf 1,17 Dollar je Aktie im dritten Quartal erhöht der amerikanische Gesundheitskonzern Johnson & Johnson die Ertragsprognose.

Je Aktie gerechnet sollen 2008 mindestens 4,50 Dollar bleiben, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von gut acht Prozent. Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten um 7,6 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar. Damit deutet alles darauf hin, dass es am Ende des Jahres etwa 65 Milliarden Dollar sein werden, sechs Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie in der 122-jährigen Konzerngeschichte.

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Solche Aussichten sind nicht nur Balsam für krisengeschüttelte Anleger; sie zeigen auch, dass Johnson & Johnson mit dem größten Problem der Pharmabranche zu leben gelernt hat: der Konkurrenz der Generikahersteller, die besonders das Pharmageschäft (41 Prozent Umsatzanteil) dämpft. Die Umsätze von Blockbustern wie etwa Risperdal (gegen Schizophrenie) gehen nach Auslaufen des Patentschutzes zurück. Dafür stehen neue Medikamente am Start. Zehn Präparate der Pipeline stecken in der klinischen Phase III, die der Markteinführung direkt vorangeht. Vielversprechend ist – in Zusammenarbeit mit Bayer – der Gerinnungshemmer Xarelto, der soeben die Zulassung in der EU bekam.

Noch besser läuft es in den Geschäftsbereichen Medizintechnik (35 Prozent Umsatzanteil) sowie Gesundheits- und Hygieneprodukte (24 Prozent). Im dritten Quartal lagen hier die Wachstumsraten bei acht und 13 Prozent. Eine Reihe neuer Hautpflegemittel und Neuerwerbungen wie der chinesische Kosmetikhersteller Dabao dürften den Umsatz im nächsten Jahr abermals auf einen neuen Rekord hieven. Mit 48 Milliarden Dollar Eigenkapital bei langfristigen Schulden von sieben Milliarden Dollar ist Johnson solide finanziert.

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