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"Keine neuen Hürden am Arbeitsmarkt": Hundt: Mindestlohngesetze stoppen

von Dietrich Creutzburg Quelle: Handelsblatt Online

Angesichts schlechter Konjunkturaussichten werden Forderungen nach einer Entlastung von Unternehmen laut. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt forderte im Gespräch mit dem Handelsblatt die große Koalition auf, ihre Mindestlohn-Pläne zu kippen. Er mahnte stattdessen weitere Maßnahmen für Wachstum und Beschäftigung an.

Der Arbeitsmarkt darf nicht belastet werden, fordert Dieter Hundt. Quelle: dpa
Der Arbeitsmarkt darf nicht belastet werden, fordert Dieter Hundt. Quelle: dpa

"Ich fordere den Bundestag auf, die Ermächtigung zur Schaffung gesetzlicher Mindestlöhne zu stoppen", sagte Hundt dem Handelsblatt. "Bei abkühlender Konjunktur und gleichzeitiger Finanzkrise braucht Deutschland keine neuen Hürden am Arbeitsmarkt", sagte er.

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Parallel zur Vorbereitung des Finanzmarkt-Rettungspaketes befasst sich der Bundestag am Donnerstag in erster Lesung mit den vom Kabinett bereits verabschiedeten Gesetzentwürfen, die einen Ausbau branchenbezogener Mindestlöhne zum Ziel haben. Notwendig seien jedoch nun "weitere Reformen zur Sicherung von Wachstum und Beschäftigung", forderte Hundt. "Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten muss alles unterbleiben, was Unternehmen und Arbeitsmarkt zusätzlich belastet", verlangte er.

Neben einer Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes auf bis zu acht weitere Branchen plant die Koalition eine Neufassung des Mindestarbeitsbedingungengesetzes. Letzteres würde es ermöglichen, dass in Branchen mit geringer Tarifbindung künftig Mindestlöhne durch Expertenausschüsse statt durch Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände festgelegt werden.

Welche Branchen konkret neu in das Entsendegesetz aufgenommen werden sollen, darüber diskutiert derzeit noch eine gesonderte Koalitionsarbeitsgruppe. Umstritten ist zwischen Union und SPD unter anderem, ob die Zeitarbeit einen Mindestlohn bekommen soll. Beim Mindestarbeitsbedingungengesetz bedarf es solcher Vorklärungen nicht mehr, da über seine Anwendung jeweils ad hoc ein neuer Hauptausschuss mit Vertretern der Sozialpartner entscheiden soll.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.10.2008, 23:06 UhrAnonymer Benutzer: Anton

    Werter Herr Hundt ...

    ... diesmal wenden Sie sich mit ihren Forderungen bitte an die andere Seite, ja? Nämlich an die, die sich eben Milliarden vom kleinen Mann abgeholt hat. Unsere Taschen sind leer, da können sie 'mal schön abwarten, wer künftig für ihren binnenmarkt sorgen wird

    Wünsche noch gut zu schlafen ...

  • 15.10.2008, 21:30 UhrAnonymer Benutzer: Steffen Koehler

    Es muss gerade in Deutschland eine Verbesserungen bei den Löhnen sowie für «Hartz iV»-Empfänger und Rentner geben. bislang sind entsprechende Forderungen immer mit dem Argument zurückgewiesen worden, dass kein Geld da sei. Zur Krisenbewältigung sind jetzt plötzlich 500 Milliarden Euro vorhanden!!! Wo kommen die den her?

    Zuwachs an Einkommen hat es in Deutschland wohl gegeben, aber dieser hat in den falschen Taschen geklingelt.

    Kann mich den ingo oben nur anschließen!!!

  • 15.10.2008, 21:24 UhrAnonymer Benutzer: Ingo Schmitt

    Dieser Dummschwaetzer sollte jetzt besser den Mund halten.

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