Krisenmanagement : Schlüsselpersonen halten

Krisenmanagement : Schlüsselpersonen halten

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Fachkräfte: Ingenieure sind gefragt

Die umfangreichen Sparmaßnahmen während der Wirtschaftskrise haben Engagement, Moral und Loyalität der Mitarbeiter - vor allem der hochqualifizierten Fachkräfte - gegenüber ihrem Arbeitgeber untergraben.

Furcht vor Entlassung. Von Gehaltserhöhungen gar nicht zu reden. Keine bezahlten Überstunden mehr. Gestrichene Bonuszahlungen. Für manchen ein verordneter Zwangsurlaub. Abgespeckte oder gar ganz abgeschaffte Sozialleistungen – auch für Arbeitnehmer, die ihren Job während der Finanz- und Wirtschaftskrise behalten haben, war das vergangene Jahr kein Spaß. Der Stress im Job nahm für die meisten deutlich zu, der Frust über Druck von oben sowieso.

Deutlicher Rückgang im Engagement

Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage der Personalberatung Watson Wyatt und von World at Work, einem Human-Resources-Netzwerk mit Mitgliedern in 75 Ländern, sollten bei den Unternehmen jedoch Anlass zur Sorge geben. Denn „der Umfang und die Zahl der Maßnahmen zur Bewältigung der ökonomischen Krise hatte einen Rückgang im Engagement der Mitarbeiter zur Folge, insbesondere unter den besten Mitarbeitern“, heißt es in der Studie. Das könne „langfristige und nachteilige Auswirkungen auf Produktivität, Qualität und Kundenservice haben“. Wenn die Unternehmen nicht frühzeitig gegensteuerten, bestehe die Gefahr, dass insbesondere hochqualifizierte Mitarbeiter, die frustriert und demotiviert seien, bei einem sich wieder bessernden Jobmarkt das Weite suchen.

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Sparwut in der Krise

Befragt wurden für die repräsentative Untersuchung 1300 Vollzeitbeschäftigte von Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. 72 Prozent gaben an, dass ihr Unternehmen seit Beginn des Wirtschaftsabschwungs ein Restrukturierungsprogramm durchlaufen hatte, meist begleitet durch eine signifikante Zahl von Entlassungen. Bei 68 Prozent der Unternehmen hatte es einen Einstellungsstopp gegeben, 60 Prozent hatten die Gehälter eingefroren, bei 55 Prozent waren Restriktionen für die Vergütung von Überstunden in Kraft gesetzt worden. Fast jedes vierte Unternehmen hatte zudem die Bonuszahlungen reduziert oder die Mitarbeiter in eine Zwangspause geschickt. Bei etwa jedem sechsten Unternehmen gab es Gehaltskürzungen. Zudem wurden häufig Leistungen wie Zuschüsse zur  Krankenversicherung oder Zahlungen des Arbeitgebers in einen Pensionsfonds gekappt oder komplett gestrichen. Von Einschränkungen bei Dienstreisen und Kundenbewirtungen oder abgesagten Betriebsfesten und Weihnachtsfeiern ganz zu schweigen.

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