Kunst und Kultur in Shanghai: Die Kunstszene Shanghais

Kunst und Kultur in Shanghai: Die Kunstszene Shanghais

Am Samstag wollten wir uns eine Galerie des spanischen Fotografen Unai Iribarren ansehen. Iribarren fängt in seinen Fotografien die traumähnliche Atmosphäre urbaner Nächte ein. Seine Inspiration erhielt er durch die surrealistischen Werke Salvoador Dali’s.

Auf diese Ausstellung wurden wir durch die Website www.smartshanghai.com aufmerksam.

Als wir an der Moganshan Lu ankamen, waren wir sehr überrascht von dem, was uns dort erwartete. Denn an der Moganshan Lu 50 befindet sich die „M50 art area“, von der wir bis dato nichts gewusst hatten. In mehreren alten Fabrikgebäuden stellen die zeitgenössischen Künstler Chinas ihre Werke in Galerien aus. Da wir sowohl von den Gemälden und Fotografien der Künstler, als auch von der freigeistigen Atmosphäre, die dieser Ort ausstrahlt, begeistert waren, entschieden wir uns, die Ausstellung Iribarrens ein andermal zu besuchen und durch die Galerien der chinesischen Künstler zu schlendern.

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Unter den Gemälden und Fotografien befanden sich sehr viele sozialkritische Werke.

Auf einer Zeichnung war Mao Zedong im Vordergrund zu sehen. Er war umringt von zahlreichen Erwachsenen, die einen Schnuller im Mund hatten. Die Aussage des Bildes könnte sein, dass der Künstler Maos Taktik, die Menschen dumm zu halten, um sie zu instrumentalisieren kritisiert.

Darüber hinaus fiel mir ein Bild auf, welches einen Mann mit geöffnetem Kopf darstellte. In seinem Kopf schwammen unzählige Menschen herum.

Überdies gab es einen Künstler, der mit seinen Werken auf die Leiden der Sexarbeiter Chinas aufmerksam machen will.

Interessant waren auch einige Fotografien, die das alte und moderne Shanghai kontrastieren. Im Vordergrund waren oft alte, kurz vorm Abriss stehende Häuser zu sehen, im Hintergrund war die Skyline Pudongs zu erkennen.

Erschreckend war eine Fotografie auf einer Baustelle, wo ausgehungerte Wanderarbeiter von Papptellern (fr)aßen.

Viele Werke brachten die Kritik des Konsumhungers in China zum Ausdruck.

Äußerst expressiv waren auch die Werke des Künstlers Zhao Shuo, der zeitnah mit seiner Ausstellung „Lost dreams“ die Olympischen Spiele in China angreift. Mehrere seiner Gemälde porträtieren, wie die Freiheitsstatue der Vereinigten Staaten mit einem Terrakottakrieger kämpft. In einem Text schreibt der Künstler, dass er damit ausdrücken möchte, dass der absolute Materialismus die Individualität und den freien Willen erstickt.

Wir waren überaus begeistert von der M50 Area, denn viele Bilder haben Gedanken getroffen, die uns seit Monaten beschäftigt haben.

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