Manager-Ranking: Deutschlands beste Manager

Manager-Ranking: Deutschlands beste Manager

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Paul Hyland, CEO von Aixtron ist bester Manager 2010

von Manfred Engeser

Eine Exklusivstudie zeigt, welche Manager für ihr Unternehmen 2010 am meisten verdient und die Konkurrenz deutlich abgehängt haben. Dabei konnten einige kleine Unternehmen die DAX-Riesen abhängen.

Nur drei Zentimeter tief, die Bilder gestochen scharf: Als Samsung im Januar 2009 auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas neue Fernsehgeräte vorstellt, ist Paul Hyland sofort begeistert. Nicht weil der CEO des Anlagenbauers Aixtron auf der Suche nach einem neuen Fernseher fürs eigene Wohnzimmer ist. Sondern weil er sofort erkennt, dass die brandneue Technik große Möglichkeiten für sein Unternehmen bietet: Statt bei der Hintergrundbeleuchtung des Flüssigkristallbildschirms auf Kaltkathodenlicht zu setzen, hatte der südkoreanische Mischkonzern erstmals LEDs installiert. Damit ist das Gerät zwar um einige Hundert Euro teurer als Konkurrenzmodelle, doch weil die LED-Technik rund 40 Prozent weniger Strom frisst, haben Käufer das schnell wieder eingespart.

Dem Vorstandschef des Maschinenbauers Aixtron ist sofort klar: "Das ist der Durchbruch der LED-Technologie." Hyland behält recht: Weil auch andere TV- und Laptop-Hersteller nachziehen, benötigen alle in den nächsten Monaten viel mehr Leuchtdioden. Und deren Hersteller wesentlich mehr Maschinen, die diese LEDs massenhaft produzieren – Maschinen, wie Aixtron sie baut.

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Das Unternehmen vor den Toren Aachens ist Weltmarktführer für Anlagen für Verbindungshalbleiter – von außen betrachtet schlichte Blechkästen, doch ausgestattet mit einem hochkomplexen Innenleben, mit dem sich auch LEDs herstellen lassen. Hyland glaubt, ab Jahresbeginn 2010 das Auftragsvolumen verdreifachen zu können.

Um dieses Wachstum zu finanzieren, platziert Aixtron im Herbst 2009 die erste Bar-Kapitalerhöhung seit dem Börsengang 1997. Sie spült 160 Millionen Euro in die Kassen, 50 Millionen Euro fließen in Planung und Bau eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums, das bis Anfang 2012 rund 450 Ingenieuren und Grundlagenforschern Platz bieten soll.

Parallel treibt Hyland den weiteren Umbau der Unternehmensstrukturen voran. Er will weg vom technologieverliebten Ingenieurladen, der in einem Nischenmarkt operiert und jede seiner hochkomplexen Maschinen als Einzelstück produziert. Dafür hin zu einem effizienten Maschinenbauer, der mit der Unterhaltungselektronikbranche und dem öffentlichen Versorgungssektor zwei Massenmärkte bedient.

Teile der Produktion und Montage gehen an Subunternehmen

Sein Vorbild sind die Modell-Plattformen der Automobilindustrie. Also stellt auch er die Produktion auf ein modulares System um, Ergebnis: Die Aixtron-Anlagen – Stückpreis zwischen 2,5 und 3,0 Millionen Dollar – sind zwar weiterhin auf individuelle Kundenwünsche zugeschnitten, bestehen aber zu 90 Prozent aus den gleichen Bauteilen. Das erlaubt es dem Anlagenbauer, sich immer stärker auf Forschung, Entwicklung und Endmontage der Maschinen zu konzentrieren. Immer größere Teile von Produktion und Montage der Module werden indes an ein Netzwerk qualifizierter Zulieferer und Subunternehmer delegiert.

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