Manager: Regel 3: Du sollst Freiheiten gewähren

Manager: Regel 3: Du sollst Freiheiten gewähren

76 Prozent der Mitarbeiter erwarten flexible Arbeitszeiten.

Es gibt sie leider noch. Führungskräfte, die ihre Angestellten behandeln wie Unmündige; die ihnen etwa verbieten, das Internet am Schreibtisch privat zu nutzen, gleichzeitig aber erwarten, dass sie über das private Smartphone am Wochenende erreichbar bleiben; die Arbeitszeiten mithilfe von Stempeluhren kontrollieren und den Plausch in der Kaffeeküche mit der schnippischen Bemerkung "Wohl sonst nichts zu tun?" kommentieren.

Kann man so machen. Bloß: Wo starre Regeln und Kontrolle herrschen, gedeiht keine Kreativität.

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Es sind vor allem die Fach- und Führungskräfte von morgen, die ein anderes Arbeitsumfeld brauchen. 76 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland erwarten größere Freiheiten – insbesondere flexible Arbeitszeiten. 73 Prozent wollen zudem mobil arbeiten, etwa von zu Hause aus, fand im vergangenen Jahr die Denkfabrik Global Workplace Innovation heraus. Kurzum: Die Nachwuchskräfte wollen sich entfalten.

Jeder Einzelne ist wichtig

Natürlich ist dafür Vertrauen notwendig. Wer seinen Mitarbeitern Freiheiten lässt, muss sich umgekehrt darauf verlassen, dass sie den Kredit nicht ausnutzen. Diese Souveränität haben nicht viele Chefs. Sollten sie aber: Je mehr eine Führungskraft dazu neigt, Macht auszuüben, desto weniger kommunizieren Mitarbeiter untereinander, konnte die Wissenschaftlerin Leigh Plunkett Tost von der Universität von Washington erst vor wenigen Monaten zeigen. Mehr noch: Am Ende beteiligten sich die Versuchspersonen weniger an Diskussionen und engagierten sich im Job kaum noch.

Die Lösung? Denkbar einfach: "Manager müssen klar kommunizieren, dass jeder einzelne Mitarbeiter wichtig ist", und sie wie Erwachsene behandeln, sagt Tost. Und sich stets vor Augen führen: Kontrolle ist zwar gut – aber Vertrauen ist besser.

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