„Für das Geschäftsjahr 2010 können wir uns aus heutiger Sicht eine Dividende zwischen 80 Cent und einem Euro vorstellen“, sagte Unternehmenschef Christoph Vilanek im WirtschaftsWoche-Interview. Analysten erwarten dagegen durchschnittlich nur eine Dividende von 53 Cent pro Aktie für 2010. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat Freenet der Hauptversammlung erstmals seit zwei Jahren wieder eine Dividende vorgeschlagen, allerdings nur 20 Cent pro Aktie. Gemessen am aktuellen Aktienkurs bei 9,50 Euro würde Freenet mit der angekündigten Ausschüttung für 2010 eine sehr hohe Dividendenrendite von rund zehn Prozent erreichen.
Durch den Debitel-Kauf war Freenet 2008 mit 1,3 Milliarden Euro verschuldet, dem Sechsfachen des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Bis Ende 2009 sei die Netto-Verschuldung um circa 40 Prozent gesunken, sagte Vilanek. Das Ziel sei, den Verschuldungsgrad mittelfristig auf das 1,5-fache des Ebitda zu senken. Freenet müsse eine Balance zwischen Schuldenabbau und Dividendenzahlung erreichen, sagte er. „Je näher wir dem angestrebten Verschuldungsgrad vom 1,5-fachen des Ebitda kommen, desto leichter fällt uns die Ausschüttung einer höheren Dividende.“ Für die folgenden Jahre strebe Freenet eine „kontinuierliche Dividendenpolitik“ an, sagte Vilanek: „Mit der geplanten Dividende für 2010 schlagen wir eine Richtung ein, die wir halten wollen.“









