Mundpropaganda: Wie Gründer virales Marketing erfolgreich einsetzen

 
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Mundpropaganda: Wie Gründer virales Marketing erfolgreich einsetzen

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Mundpropaganda als Marketinginstrument nutzen: günstig und erfolgreich.

Mundpropaganda ist ein mächtiges Marketinginstrument, gerade für junge Unternehmen mit einem kleinen Budget. Zehn Regeln für das Viral-Marketing.

Erfolg hat für Kirstin Walther viel mit Kommunikation zu tun. Vor vier Jahren steckte die von ihr geführte Kelterei Walther in der Krise. Damals riet ihr ein Bekannter, im Internet den direkten Austausch mit ihren Kunden zu suchen. Sie startete das „Saftblog“, schrieb dort über Fruchtfliegen und den gesunden Saft der Aronia-Beere, diskutierte mit den Lesern und kommentierte in anderen Blogs. Die Leserzahlen stiegen, die Presse wurde aufmerksam, sogar das ZDF filmte die sächsischen Saftpressen.

Im November 2006 brach dann bei Walther die Telefonanlage zusammen. Denn Menschen aus ganz Deutschland wollten wissen, wo sie den gesunden Saft kaufen können. Sie meldeten sich aber nicht nur in der Kelterei, sondern fragten auch in Reformhäusern. Seitdem stehen die Walther-Säfte auch dort in den Regalen.

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Und die Produktion der Kelterei wächst – neue Kunden kommen aus dem ganzen Land. All das fast ohne Marketingausgaben. Die Kunden und Nutzer selbst begeistern ihre Freunde für die gesunden Säfte. Wer solche Mundpropaganda gezielt anregt, macht sogenanntes virales Marketing – gerade für Jungunternehmen eine besonders günstige Form der Werbung. Zusammen mit Martin Oetting von der Agentur trnd, der das Thema Mundpropaganda wissenschaftlich erforscht, hat die WirtschaftsWoche zehn Regeln aufgestellt, wie Startups virale Effekte auslösen können:

1 Virales Marketing basiert auf Mehrwert. Nutzer sollen Freunde für ein neues Angebot begeistern. Das tun sie nur, wenn ihre Erwartungen übertroffen werden, etwa wenn das Angebot besonders nützlich oder interessant ist und sich leicht weitererzählen lässt. Fragen Sie sich: Welche Geschichte soll kommuniziert werden?

2 Virales Marketing muss persönlich sein. Wer PR-Texte schreibt und sich hinter Floskeln versteckt, kann keine Beziehung zu seinen Nutzern aufbauen. Am Anfang lebt das Unternehmen vor allem im Netz davon, dass die Fans einen Draht zu den Gründern spüren. Und man darf durchaus auch Fehler zugeben: So entschuldigte sich das Team des Startups MyMuesli im Blog für Lieferschwierigkeiten wegen des starken Wachstums.

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