Nagacorp: Kambodscha-Spiel

Nagacorp: Kambodscha-Spiel

Im September 2009 startet in Kambodscha der Aktienhandel. An einer ausländischen Börse ist derzeit nur ein einziges kambodschanisches Unternehmen gelistet.

Im September 2009 startet in Kambodscha der Aktienhandel. An einer ausländischen Börse ist derzeit nur ein einziges kambodschanisches Unternehmen gelistet. Seit Oktober 2006 notiert in Hongkong der 1995 gegründete Casinobetreiber Nagacorp. Die Gesellschaft betreibt in Kambodschas 1,6-Millionen-Einwohner-Metropole Phnom Phen den Hotel- und Casinokomplex Nagaworld.

Die Kapazitäten sollen bis Ende 2009 von 217 auf 700 Betten und von 111 auf 300 Spieltische wachsen. Bis 2035 hat Nagacorp im Radius von 200 Kilometern um Phnom Phen die Alleinlizenz für den Casinobetrieb. Geleitet wird Nagacorp vom malaysischen Tycoon Chen Lip Keong, der die Kapitalmehrheit (67,1 Prozent) an dem mit umgerechnet 323 Millionen Euro bewerteten Unternehmen besitzt.

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Die Citigroup hat gerade 5,2 Prozent an Nagacorp gekauft. Nagacorps Umsatz wächst seit 2003 mit einer Jahresrate von 27 Prozent auf zuletzt 144 Millionen US-Dollar, der Nettogewinn legte im Schnitt um 33 Prozent auf 50,2 Millionen Dollar zu. Die Aktie wird mit einem Abschlag von 50 Prozent gegenüber asiatischen und von 80 Prozent gegenüber internationalen Casinobetreibern gehandelt und bietet gut sechs Prozent Dividendenrendite.

Mit Nagacorp setzen Anleger auf den Tourismusboom in der Region. 2007 reisten zwei Millionen Besucher nach Kambodscha, doppelt so viel wie 2004.

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