OMV: Gute Zahlen, starke Partner

OMV: Gute Zahlen, starke Partner

Mit einem „sehr guten Ergebnis“, kündigt Vorstandschef Wolfgang Ruttenstorfer an, habe der Öl- und Gaskonzern OMV das Jahr 2007 abgeschlossen. Schon nach neun Monaten hatten die Österreicher mit einem Gewinnplus von gut 15 Prozent die Erwartungen der Börse übertroffen. Insgesamt dürfte je Aktie 2007 mehr übrig geblieben sein als die durchschnittlich 5,20 Euro, mit denen Analysten bisher rechneten.

Als integrierter Energiekonzern, der Öl und Gas fördert und verkauft, ist OMV in mehr als 20 Ländern aktiv – von Ägypten bis Kasachstan, von Libyen bis Australien. Der Schwerpunkt liegt in der Boomregion Südosteuropa. Hier zahlt sich vor allem die Mehrheitsbeteiligung an Petrom aus, dem größten Öl- und Gasunternehmen im energiereichen Rumänien. 2004 stieg OMV mit 51 Prozent ein. Heute holt der Konzern dort mit durchschnittlich 200.000 Barrel Öl pro Tag fast zwei Drittel seiner gesamten Förderung aus dem Boden.

Nach Anlaufschwierigkeiten verdient Petrom nun gutes Geld: In den ersten neun Monaten 2007 kamen von dort mehr als 500 Millionen Euro, knapp ein Drittel des operativen Konzerngewinns von 1,7 Milliarden Euro. Da die Petrom-Tankstellen nun rentabel arbeiten und OMV auch das Ölservice-Geschäft von Petrom in der Hand hat, dürfte der Rumänien-Anteil am Konzernertrag 2008 höher ausfallen.

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Mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 50 Prozent sind die Österreicher für weitere Zukäufe gut gerüstet. Soeben wurde mit dem slowakischen Öl- und Gasunternehmen Nafta eine Kooperation zur gemeinsamen Energieförderung in die Wege geleitet.

Vorne dabei sind die Österreicher bei der geplanten Nabucco-Pipeline, mit der Gas vom Kaspischen Meer nach Europa transportiert werden soll. Hier wäre auch der russische Energieriese Gazprom gern mit im Spiel. Gute Beziehungen zu Gazprom könnten sich auch bei einem Projekt auszahlen, mit dem die Österreicher seit einigen Monaten feststecken: bei der geplanten Übernahme des ungarischen Energiekonzerns Mol. Auch hier hat Gazprom Interesse signalisiert. So könnten Gazprom und OMV Mol unter sich aufteilen. Sogar über einen Einstieg der Russen bei OMV wird an der Börse spekuliert spekuliert.

Wie das Rennen um Mol ausgeht, ist offen. Sicher jedoch ist, dass bei der Konsolidierungswelle der Energiekonzerne in Zentral- und Osteuropa an OMV kein Weg vorbeiführt. Für Anleger ist die Aktie (Börsenwert 16,5 Milliarden Euro) ein Basisinvestment.

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