Petrobas: Im Teufelskreis

Petrobas: Im Teufelskreis

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Kursverlauf der Petrobas Aktie zwischen 2001 und 2008 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die Erdöl produzierenden Länder und Unternehmen müssen bis zum Jahr 2030 jeden Tag eine Milliarde US-Dollar investieren, um den Förderrückgang auf bestehenden Erdölfeldern auszugleichen und die wachsende Nachfrage der Schwellenländer zu bedienen. Das schätzt die Internationale Energieagentur (IEA).

Doch genau das Gegenteil passiert derzeit: Viele Investitionsentscheidungen werden auf Eis gelegt, weil Kreditvergabestandards der Banken verschärft und Finanzierungswege über Anleihen und Aktien versperrt werden. Der Crash des Ölpreises sorgt überdies dafür, dass bereits fertig geplante Projekte gestoppt werden und viele unkonventionelle Quellen, etwa die Ölsande in Kanada, nicht mehr gewinnbringend ausgeschöpft werden können. Schon droht wichtigen Ölförderländern wegen des Ölpreisverfalls ein Haushaltsdefizit, etwa Russland und Iran

Auch der brasilianische Ölkonzern Petrobras wird seine milliardenschweren Investitionsvorhaben zurückstellen müssen. Der weltweit achtgrößte Ölkonzern machte in den vergangenen Jahren in der Tiefsee vor der Küste des Bundesstaates Rio de Janeiro riesige Öl- und Gasfelder aus und verfügt deshalb über eines der besten Wachstumsprofile in der Ölindustrie. Dieses wird Petrobras ausspielen, sobald der Ölpreis wieder steigt. Dafür müssen aber zunächst die Förderkürzungen greifen, mit denen die Opec auf den dramatischen Nachfrageschwund reagiert. Vorerst ist mit einer Stabilisierung des Ölpreises zu rechnen. Crashtage an den Börsen bieten sich bei Petrobras zum Positionsaufbau an. Denn ewig lässt sich die drohende Erdölknappheit nicht ignorieren.

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