Petroplus: Raffinerien gratis

Petroplus: Raffinerien gratis

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Kursentwicklung der Petroplus-Aktie 2007/2008 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Der Mineralölkonzern Petroplus steht vor einem Problem. Da fast die Hälfte der Produktionen auf Diesel entfällt, wird Petroplus in Zukunft noch stärker als sonst vom russischen Öl abhängig sein.

Die Schweizer besitzen in Europa sieben Raffinerien mit einer Verarbeitungskapazität von knapp 864.000 Barrel pro Tag. Unter der Rezession wird auch Petroplus leiden, aber weniger als der Kursverlauf der Aktie in den vergangenen Monaten signalisiert. Etwa die Hälfte der Produktion entfällt auf Diesel und andere Mitteldestillate wie Kerosin und Heizöl. Hier ist die Nachfrage breiter abgestützt als die von Benzin. Anders als in den USA hat sich in Europa Diesel als wichtigster Treibstoff etabliert. Rund 15 Prozent seines Bedarfs muss Europa importieren – das meiste aus Russland.

Zugleich werden wegen der Kreditklemme reihenweise Investitionen abgeblasen. Auf Dauer lässt sich so Versorgungssicherheit nicht garantieren. Sollte Russland die Exporte von Ölprodukten annähernd so besteuern wie Rohölausfuhren, wäre der Export für viele russische Raffinerien nicht mehr rentabel.

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Ohnehin können etwa 30 Prozent der russischen Raffinerien nicht die in der EU von 2015 an verlangte Dieselqualität herstellen. Zurzeit gibt es die Petroplus-Raffinerien fast gratis: Der Marktwert von 1,2 Milliarden Dollar ist allein durch den Wert der Lagerbestände (25 Millionen Barrel Rohöl und Endprodukte) gedeckt.

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