Porträt: Existenzgründer: Spieler-Notebooks als Nische

Porträt: Existenzgründer: Spieler-Notebooks als Nische

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Die Notebook-Produktion von mySN.de

Während seines Studiums entdeckte Robert Schenker Ebay für sich: Er verkaufte dort Computer. Inzwischen zählt sein Unternehmen zu den professionellen Spezial-Notebook-Herstellern. Das Porträt eines Existenzgründers.

Der erste Buchstabe im Firmen-Logo links oben leuchtet kurz auf. Spielerisch. „Jeden Tag ein anderes Notebook-Modell von mySaNta eiskalt reduziert“, wirbt der Shop mit knallharten Fakten. 499 Euro, 719 Euro, 1799 Euro: Die Preise variieren stark.

Doch für den echten „Gamer“ darf es natürlich nur das Beste sein. Und in seinem Shop mySN.de bedient Schenker genau diese Nische: das Notebook für Spielefreaks.

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Dabei bezeichnet Schenker seine Existenzgründung als „eher ungeplant“. „In den Semesterferien versteigerte ich über Ebay meinen ersten Computer.“ Das war 2002, das Internet boomte, Notebooks entwickelten sich zum Trendgerät. Einen Businessplan interessierte der 30-Jährige zunächst nicht.

„Ich versuche das jetzt einfach“, war seine Motivation. Alle Leute in seiner Umgebung warnten ihn: „Lass’ die Finger davon, das wird nichts.“ Schenker machte es trotzdem. „Im Nachhinein ist es gut gewesen, dass ich nicht auf die vielen Zweifler gehört habe“, sagt er. „Sonst hätte ich möglicherweise gar nicht erst angefangen.“

Vom Wohnzimmer zum Firmengebäude

Drei Eigenschaften kommen Schenker im hart umkämpften Notebook-Markt zugute: Er besetzt eine Nische, ermöglicht individuelle Konfigurationen. Und: „Ich suche niemals die Konfrontation mit unseren Kunden, sondern versuche bei Schwierigkeiten immer eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden“, beschreibt er seinen Service. „Ich will nicht auf Kosten meiner Kunden reich werden.“ Einige Kunden haben bei Schenker inzwischen ihr drittes Notebook gekauft - guter Service sorgt für Kundenbindung.

Robert Schenker Quelle: York Neudel

Robert Schenker

Bild: York Neudel

Fünf bis sechs Notebooks verkaufte der Gründer täglich am Anfang seiner Ebay-Aktivitäten. Schließlich eröffnete er seinen eigenen Onlineshop. „Dabei bin ich immer sehr konservativ vorgegangen“, sagt er. „Ich habe nie viel vorfinanziert.“

Seit etwa einem Jahr expandiert Schenkers Unternehmen stark: Zunächst Angestellte für den Support, dann für die Technik.

Eine hohe Werkbank in der Mitte, Regale mit Computerteilen. Bis zu fünf Mitarbeiter bauen hier die Notebooks individuell auf Kundenwunsch zusammen. Ein Gerät wird dabei komplett von einem Mitarbeiter gefertigt.

Vor allem in der Produktion stockte Schenker auf und bezog ein eigenes Firmengebäude. Insgesamt beschäftigt der Gründer mittlerweile zehn Personen. „Das Unternehmen ist immer am Puls der Zeit und meine Mitarbeiter sind häufig selbst ambitionierte Computerspieler.“

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