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Rede in Washington: Kein Irak-Krieg mit Obama

Quelle: Handelsblatt Online

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama will im Fall seiner Wahl den Irak-Krieg "verantwortungsvoll" beenden und sich stattdessen verstärkt auf den Militäreinsatz in Afghanistan konzentrieren.

HB WASHINGTON. In einer außenpolitischen Rede in Washington bekräftigte er am Dienstag die Absicht, innerhalb von 16 Monaten alle Kampfbrigaden aus dem Irak abzuziehen und mindestens zwei solcher Einheiten zusätzlich nach Afghanistan zu schicken. Weiter will sich Obama um größere Beiträge der Verbündeten in Afghanistan "mit weniger Beschränkungen" bemühen. In der Vergangenheit hatte es Kritik an dem nach US-Ansicht mangelnden Engagement europäischer Staaten insbesondere in besonders umkämpften Regionen gegeben. Der Afghanistan-Einsatz dürfte auch zu den Gesprächsthemen bei Obamas Visite in der kommenden Woche in Berlin gehören. Es wird erwartet, dass der Demokrat auch den Irak und Afghanistan besucht.

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Der Senator aus Illinois sagte in seiner Rede, der Krieg im Irak lenke die USA "von fast jeder Bedrohung ab, mit der wir konfrontiert sind". Er verringere "unsere Sicherheit, unser Ansehen in der Welt, unser Militär, unsere Wirtschaft und die Ressourcen, die wir für die Herausforderung des 21. Jahrhunderts brauchen". Die Zeit für einen "verantwortungsvollen" Rückzug sei gekommen. Obama kündigte im Fall seiner Wahl einen US-Beitrag von zwei Milliarden Dollar ( 1,25 Mrd. Euro) als Teil eines "bedeutsamen internationalen" Programms zur Unterstützung der mehr als vier Millionen vertriebenen Irakern an.

Es liege im "grundlegenden amerikanischen Sicherheitsinteresse", den Iran am Atomwaffenbesitz zu hindern, sagte Obama. Dabei solle kein "Werkzeug der Staatskunst" vom Tisch genommen werden. Er werde alle Elemente der amerikanischen Macht nutzen, um das iranische Regime unter Druck zu setzen, "beginnend mit aggressiver, auf Prinzipien basierender und direkter Diplomatie - Diplomatie gestützt durch starke Sanktionen und ohne Vorbedingungen".

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.07.2008, 00:54 UhrAnonymer Benutzer: JS

    Obama, der neue blender. Seine Platitüden verfehlten ihre Wirkung nicht, aber der Glanz erblasst. Seine politischen Positionen, soweit er welche hat und nicht alles und jeden seinem Ego und seinem Opportunismus opfert, sind so absurd und lächerlich, ein Carter für Arme, das der Schub, den er in den Vorwahlen hatte, erlahmen wird und es am Ende nicht für das Weiße Haus reicht. Ein Segen für die freie Welt, wenn er unterliegt.

  • 15.07.2008, 22:47 UhrAnonymer Benutzer: Klaus Naeve

    Obama, der neue blender. Seine Plattitüden dürften ihre Wirkung nicht verfehlen. Wie sagte noch Canetti: "ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht und es führt zu nichts."

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