Reisebericht: Wochenendtrip nach Guilin und Yangshuo: Tag 2

Reisebericht: Wochenendtrip nach Guilin und Yangshuo: Tag 2

Am zweiten Tag unternahmen wir einen Tagesausflug nach Longsheng, wo die anmutigen Reisterrassenfelder tiefen Eindruck auf uns gemacht haben. Longsheng liegt 90km nordwestlich von Guilin.

Um 7.30 Uhr wurden wir von dem Reisebus an unserem Hostel abgeholt. Die Reisegruppe bestand aus etwa 30 Chinesen, einem Reiseführer und uns.  Der Preis für den Tagesausflug lag bei umgerechnet 30€. Die jeweils zweistündige Hin- und Rückfahrt, sowie das Eintrittsgeld der Reisterassen waren darin eingeschlossen. Als ein Chinese im Bus denselben Preis wie wir zahlte, waren wir beruhigt, dass wir nicht einen überteuerten Laowai(Ausländer)Preis bekommen hatten.

Der Reiseführer erklärte während der zweistündigen Fahrt bereits einiges Wissenswertes über Longsheng. Die Region ist Heimat der Zhuang- und der Yaominderheit. Die Menschen leben in traditionellen Holzhäusern, die mich ein wenig an österreichische Holzhütten erinnert haben.

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Unser erster Anfahrtspunkt war das Dorf Ping-An. Die Menschen leben dort noch sehr traditionell. Eine Besonderheit der Frauen dieses Dorfes ist, dass sie ihre Haare nur einmal im Leben schneiden. Alle Frauen über 20 hatten knielange Haare. Während einer Aufführung wurde den Besuchern die Hochzeit der Yaominderheit vorgeführt. Am Ende der Darbietung öffneten die Frauen ihre zu einer voluminösen Hochsteckfrisur hochgesteckten Haare, sodass der Besucher die knielangen gut gepflegten Haare bewundern konnte.

Eine halbe Stunde später fuhren wir mit einem Minibus weiter den Longsheng-Berg hinauf, um zu den Reisterassen zu gelangen. Der Busfahrer, der sich zum Ziel genommen hatte, jeden anderen Bus auf der gebirgigen Strecke zu überholen, brachte uns ein wenig ins Schwitzen. Vor jeder Kurve, wo er den Gegenverkehr nicht sehen konnte, hupte er zweimal laut, um zu signalisieren, dass er mit einem Affenzahn um die Ecke heizen wird. Auf 1000 Metern Höhe heil und gesund angekommen machten wir drei Kreuzzeichen.

Von der Bushaltestelle musste man dann noch einen circa dreißigminütigen Fußweg zum Gipfel des Berges zurücklegen. Selbstverständlich gab es einige dicke Westler, die sich von Einheimischen auf Sänften den Berg hochtragen ließen. Der etwas beschwerliche Weg bis zur Spitze hat sich sehr gelohnt. Die Reisterassen die aus einer Höhe von 1000 Metern stetig abfallen, haben eine mystische Ausstrahlung und es ist schwer seine Eindrücke in Worte zu fassen.

Nach der zweistündigen Rückfahrt holten wir unsere Backpackerrucksäcke aus dem Hostel in Guilin. Da wir den Sonntag voll in Yangshuo nutzen wollten, traten wir noch am selben Tag die zweistündige Busfahrt dorthin an.

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