Reisebericht: Wochenendtrip nach Guilin und Yangshuo: Tag 3

Reisebericht: Wochenendtrip nach Guilin und Yangshuo: Tag 3

Der letzte Tag unseres Wochenendtrips war sowohl der aufregendste, als auch der anstrengendste Tag.

Als in aller Herrgottsfrühe der Wecker klingelte und wir aus dem Fenster sahen, stellten wir leicht enttäuscht fest, dass es aus Eimern regnete. Am Vortag hatten wir für den Vormittag eine Mountainbike-Tour zur Moon Water Cave, für den Nachmittag eine Bootsfahrt auf dem Li-Fluss gebucht. Für das Ausleihen zweier Mountainbikes, den Eintritt zur Höhle, Führung in der Höhle, den Transport zum Li Fluss und die Bootsfahrt wollte der Chef des Hostels uns zunächst 400 Yuan (40€) pro Person abknüpfen. Nach einer etwa 15 minütigen Verhandlungszeit haben wir ihn dann auf 150 Yuan (15€) pro Person herunterhandeln können.

Die 40-minütige Fahrt zur Moon Water Cave war äußerst unangenehm, da es in Strömen regnete. Zwar waren wir mit Regencapes ausgestattet, doch sowohl an den Regencapes als auch an den Mountainbikes konnte man die „chinese quality“ erkennen. Nass bis auf die Knochen bei der Höhle angekommen, fuhren wir mit einem Boot in einen kleinen Felsspalt hinein. Die Höhle machte alle vorher erlittenen Strapazen wieder gut. Ein Führer zeigte uns alle interessanten Ecken der Höhle, welche erstaunlich groß war. (Laut Prospekt circa 3km lang). Die Moon Water Cave wird ihrem Namen mehr als gerecht, denn es gab zahlreiche Naturpools mit kristallklarem Wasser. In drei Pools war es erlaubt schwimmen zu gehen. Mitten in den Tiefen einer unbekannten Höhle schwimmen zu gehen, war ein sehr aufregendes und spannendes Gefühl. Es kam uns fast so vor, als wären wir auf der „Lost-Insel“ gelandet. Das Highlight der Höhle war ein Schlammbad. Da ich angenommen hatte, dass das Schlammbecken sowie die anderen Pools einen festen Boden hat, sprang ich unbesorgt hinein und war ziemlich überrascht, als ich etwa einen Meter in den Schlamm einsank. Ein weiterer Funfaktor war eine Rutsche, die direkt ins Schlammbecken führte. Die Dusche unter einem Wasserfall war ein schöner Abschluss.

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Nachdem wir mit unseren Mountainbikes zurück zum Hostel gefahren sind, wurden wir dort angekommen alsbald abgeholt, um mit dem Bus zum Li Fluss zu fahren.

Die Fahrt auf dem Li führt durch eine Landschaft, die geradewegs aus einem chinesischen Gemälde zu stammen scheint. Der seichte Fluss schlängelt sich durch steilwandige, bis 300 Meter hohe Karstberge, die mit der Zeit bizarre Formen angenommen haben.

Nach der einstündigen Bootsfahrt wurden wir zurück zum Hostel gebracht. Da wir am nächsten Morgen von Guilin zurück nach Shanghai fahren wollten, sind wir noch am Sonntag nach Guilin gefahren und haben dort genächtigt.

Rückblickend auf viele Reiseerlebnisse in China habe ich festgestellt, dass die malerische Landschaft bei Yangshuo meines Erachtens der schönste Ort in China ist. Ich kann jedem Reisenden nur empfehlen, sich selbst ein Bild davon zu machen!

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