Rezessionsangst zurück: Dax startet deutlich im Minus

Rezessionsangst zurück: Dax startet deutlich im Minus

Der Dax startete mit einem kräftigen Minus in die neue Börsenwoche.

Der Index rutschte in der ersten Handelsstunde um 1,4 Prozent auf 6721 Punkte ab. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 1,54 Prozent auf 8512 Zähler nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 2,54 Prozent auf 764 Punkte.

Siemens-Titel waren mit minus 3,03 Prozent auf 81,32 Euro der schwächste Wert im Dax. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete unter Berufung auf nicht genannte Manager, dass der Technologiekonzern bis zu fünf Jahre von der US-Regulierungsbehörde SEC überwacht werden könnte, falls Siemens eine Vereinbarung mit der SEC bezüglich des Schmiergeldskandals erreiche.

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Aktien von Wincor Nixdorf verloren im schwachen MDax nach Quartalszahlen 1,37 Prozent auf 55,50 Euro. Ein Händler bewertete das Zahlenwerk als „solide“, aber ohne große Überraschungen.

„Die Rezessionsangst ist zurückgekehrt“, sagte ein Börsianer. „Die Probleme rund um Subprime sind alles andere als ausgestanden. Jetzt hängt alles davon ab, wie die Fed reagiert.“ Die US-Notenbank, die vergangene Woche die Zinsen drastisch gesenkt hatte, will am Dienstag und Mittwoch über die weitere Geldpolitik beraten.

Börse in Shanghai bricht ein

In Asien sackten die Börsen deutlich ab. In Shanghai ging es innerhalb einer Woche zum zweiten Mal um mehr als sieben Prozent nach unten. Der Shanghai Composite Index fiel um 7,19 Prozent und landete bei 4419,29 Punkten bei Handelsschluss. Das ist der niedrigste Wert seit August 2007, wie Staatsmedien berichteten.

Der Shenzhen Composite Index sackte um 6,85 Prozent auf 1335,96 Punkte. Medien sprachen erneut von einem „schwarzen Montag“ für Chinas Börsen. Vor einer Woche war der Shanghai-Index bereits um rund fünf Prozent gesunken und am Folgetag noch einmal um sieben Prozent eingebrochen.

Die Anleger fürchten, dass bei einer möglichen US-Rezession die Nachfrage nach chinesischen Waren nachlassen könnte. China steht außerdem unter dem Schock eines schweren Unwetters. Durch die schwersten Schneefälle seit Jahrzehnten kurz vor dem traditionellen Neujahrsfest gibt es Engpässe bei Transport und Energieversorgung.

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