
HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,06 Prozent tiefer bei 11.971 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,11 Prozent auf 1310 Zähler nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq 2,04 Prozent auf 2292 Punkte. Im frühen US-Handel hatten die Abschläge bei den Indizes noch rund drei Prozent betragen.
Der Dow Jones fiel zeitweise bis auf 11.634 Punkte; seinen Höchststand verzeichnte er bei Handelsbeginn mit 12.092 Zählern. Der Dax schloss in Frankfurt 0,3 Prozent im Minus, nachdem er zeitweise bis zu fünf Prozent abgerutscht war.
Die Fed hatte mit der Senkung des Leitzinsens um 75 Punkte auf die Angst vor einer Rezession in den USA reagiert. Der Beschluss wurde mit dem sich verdüsternden Ausblick für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA begründet. Für viele Händler kam der Schritt überraschend, weil die nächste reguläre Zinssitzung erst kommende Woche ansteht. Nun wird nicht ausgeschlossen, dass die Fed die Zinsen dann nochmals senkt.
Insgesamt gaben die US-Märkte am Dienstag auf breiter Front nach. Zu den Verlierern gehörten etwa Dow- und S&P-Schwergewichte wie Procter & Gamble mit drei Prozent und Exxon Mobil mit knapp vier Prozent Verlusten. Größter Verlustkandidat im Nasdaq war die Apple-Aktie, die 3,5 Prozent nachgab.
Bei Finanztiteln, die von den niedrigeren Kosten für die Kreditaufnahme profitieren, griffen einige Anleger dagegen wieder zu: Der S&P-Branchenindex gewann 2,23 Prozent. Die Aktien von Bank of America und Wachovia drehten deutlich ins Plus, nachdem sie im frühen Handel noch unter Druck gestanden hatten. Milliardenschwere Abschreibungen wegen der Hypothekenkrise hatten die Gewinne der Institute im vierten Quartal nahezu aufgezehrt. Ambac-Papiere stiegen um 28,6 Prozent, obwohl der US-Anleiheversicherer für das vierte Quartal einen Verlust von 3,3 Milliarden Dollar auswies.
Der S&P-Einzelhandelsindex legte 5,3 Prozent zu, der Dow-Jones-Hausbau-Index 6,2 Prozent.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,59 Milliarden Aktien den Besitzer. 1361 Werte legten zu, 1824 gaben nach und 68 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,1 Milliarden Aktien 953 im Plus, 1699 im Minus und 95 unverändert.
An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 42/32 auf 106-11/32. Sie rentierten mit 3,481 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 34/32 auf 112-31/32 und hatten eine Rendite von 4,224 Prozent.







