So kaufte der im vergangenen April von Barclays aufgelegte Exchange Traded Fund (ETF) inzwischen fast 100 Millionen Unzen des Edelmetalls ein. Da das Edelmetall physisch aufbewahrt werden muss, sorgt der börsennotierte Indexfonds für eine zusätzliche Verknappung des Silberangebots. Seit 15 Jahren übersteigt die weltweite Silbernachfrage inzwischen die Summe aus Minenproduktion und Recycling von Altsilber. Für den Ausgleich dieser Lücke sorgt noch der Abverkauf alter Silbervorräte. Doch nach Schätzung des New Yorker Researchhauses CPM Group schmolzen die überirdischen Silbervorräte von über zwei Milliarden Unzen in 1990 auf nur noch 250 Millionen Unzen zusammen. Mit dieser Menge ließe sich gerade noch die Silbernachfrage von vier Monaten bedienen. Zum Vergleich die Situation beim Gold: Hier reichen die Bestände der Notenbanken noch für etwa 30 Jahre. Eine Unze Gold kostet aktuell so viel wie 50 Unzen Silber. Im langjährigen Mittel lag das Verhältnis bei 1 zu 30. Unterstellt man eine Rückkehr zur historischen Gold-Silber-Relation und setzt auf eine Fortsetzung der Edelmetallhausse, verspricht Silber somit ein höheres Steigerungspotenzial als Gold. Eine gute Alternative zum ETF, aber auch zum Direktkauf von physischem Silber, der in Deutschland mit 16 Prozent Mehrwertsteuer belastet wird, bleibt die Aktie von Silver Wheaton. Die 2,2 Milliarden US-Dollar schwere Gesellschaft kauft das Silber bei Minen in Mexiko, Schweden und Peru zum Fixpreis von 3,90 US-Dollar je Unze ein und verkauft es weiter zum Marktpreis. Das Geschäftsmodell macht die Gewinnentwicklung gut berechenbar. Seit Erstempfehlung in Heft 51/2004 liegen Anleger gut 200 Prozent im Plus.
Silver Wheaton: Am Ball bleiben
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