SMT Scharf: Gruben der Welt

SMT Scharf: Gruben der Welt

Im Februar 2006, der weltweite Rohstoffboom war schon keine Fata Morgana mehr, verscherbelte die ehemalige Ruhrkohle AG (RAG) den westfälischen Spezialisten für entgleisungssichere Bergbau-Bahnsysteme für 24 Millionen Euro an den Finanzinvestor Aurelius.

Dafür ließ es sich RAG im Vorjahr mal eben 20 Millionen Euro kosten, den neuen Konzernnamen Evonik bekannt zu machen – auch bei Investoren. Nur an der Börse ist Evonik bis heute nicht angekommen, dafür aber SMT Scharf. Der Maschinenbauer ist seit April 2007 im Prime Standard notiert und wird aktuell mit 45 Millionen Euro bewertet. Zwar finanzierte Aurelius den Deal praktisch aus der SMT-Kasse und zog rund 20 Millionen Euro ab.

Dennoch ist SMT Scharf kein Sanierungsfall geworden. Die Eigenkapitalquote lag zuletzt bei 51 Prozent, die Nettoliquidität bei fast acht Millionen Euro. Im April schüttete SMT 2,94 Millionen Euro (70 Cent pro Aktie) als Dividende an die Aktionäre aus. 2007 setzte das Unternehmen 51,2 Millionen Euro um und verdiente unter dem Strich sechs Millionen Euro. 2008 könnte der positive Ertragstrend wegen der Ungewissheit über die Zukunft des Bergbaus im Saarland zwar gebremst werden. Doch aus Anlegersicht geht es nicht um die Saar-Gruben, sondern die Zechen in anderen Teilen der Welt, wo Bergbau expandiert. SMT schafft von dort zwei Drittel der Aufträge an.

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