Strom- und Gasgeschäfte: Leipziger Strombörse EEX profitiert von Lehman-Crash

Strom- und Gasgeschäfte: Leipziger Strombörse EEX profitiert von Lehman-Crash

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Seit dem Crash von Lehman Brothers wollen zahlreiche Energiehändler ihre Strom- und Gasgeschäfte absichern

Seit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers profitiert die Leipziger Strombörse EEX vom Wunsch zahlreicher Energiehändler, ihre Strom- und Gasgeschäfte gegen Verluste abzusichern.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, erlebt die EEX-Tochter ECC, die sich auf Abwicklung und Absicherung von über die Börse abgeschlossenen Strom- und Gasverträgen spezialisiert hat, seit dem vergangenen Montag einen Auftragsboom. „Die Unternehmen, die mit Energie handeln, wollen sich verstärkt gegen einen Ausfall ihrer Geschäftspartner absichern“, sagt EEX-Chef Hans-Bernd Menzel der WirtschaftsWoche. Deshalb würden immer mehr internationale Unternehmen ihre Strom- und Gashandelsgeschäfte über die EEX abwickeln, die Kursrisiken im Energiehandel durch speziell entwickelte Handelsversicherungen ausschließen kann.

So werden an der EEX täglich 3 bis 4 Terawattstunden (ein Terawatt sind eine Milliarde Kilowatt) Strom gehandelt, „in der Woche der Lehman-Insolvenz aber bis zu zehn Terawattstunden“, teilte die EEX am Donnerstag mit. Nach Angaben von Börsenchef Menzel ist Lehman selbst in den vergangenen Monaten mit großen Handelsvolumina bei den Leipzigern aufgetreten, sei jedoch inzwischen als Energiehändler suspendiert. Sämtliche Handelspositionen von Lehmann hätten andere Geschäftspartner übernommen.

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