Kommentare zu: Keine Panik bei deutschen Solaraktien

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4 Kommentare
  • 18.01.2010, 20:25 UhrAnonymer Benutzer: Nix-mit-schnell-wettbewerbsfähig

    Auch wenn 2013 die Grid-Parity erreicht ist, braucht die Solarbranche noch viele Jahre neue Fördermittel:

    1. Solarstrom wird meist zur Mittagszeit produziert Aber ist der Stromverbrauch im Privathaushalt hauptsächlich zur Mittagszeit?
    Ein Speicher würde zusätzliches Geld kosten, die Grid-Parity nach hinten verschieben.

    2. Viele neue Solaranlagen sind nicht auf Privathäusern. Gewerbetreibende, Fußballstadien, Landwirte usw. zahlen aber keine 23 Cent pro Kilowattstunde. Das dauert somit länger als 2013, bis man hier zu einer Gleichheit kommt.

    3. Komischerweise hat Q-Cells schon im September 2007 in der berliner Zeitung gesagt, dass in den USA die Grid-Parity in Kalifornien schon erreicht sei. Wird dort jetzt viel ungefördert gebaut? Nein.

    Noch kann die Solarlobby die Politik verschaukeln mit dem Spruch: 2013 sind wir wettbewerbsfähig. Wer sich das Ganze genauer anschaut, merkt, dass dies genauso eine Verschaukelung der Politik ist wie die - mittlerweile aufgeflogene - Versprechung, dass wir mit dem EEG eine weltweit führende Solarindustrie aufbauen könnten. Das haben jetzt die Chinesen gemacht - ganz ohne EEG im eigenen Land.

  • 18.01.2010, 22:05 UhrAnonymer Benutzer: Photonen fürchten keinen Wettbewerb

    Ja, China hat eine vielleicht weltweit führende Solarindustrie. Sicher ist, dank deutscher Verbraucher. Sunshinestate Deutschland ist weltgrösster Absatzmarkt für Solartechnik.

    Die installierte (Nenn-)Leistung in D ist etwa genauso gross, wie die Leistung einiger anderer industriealisierter Sonnenstaaten zusammen (Kalifonien, Spanien und italien, zusammen ca. 7000 MW). Also alle Sonnenstaaten zusammen 14000 MW punktgenau mittags am 21. Juni für 1 Minute (vereinfacht angenommen gleiche Ortzeit).

    China hat ca. 200 MW Solarmodule installiert (Stand 2008). Auf der Wiwo Grafik kommen sie gar nicht vor.

    Prognose bis 2020: Solarrentabilität ist konstant 3 Jahre weit weg.

    bessere Masszahl: volkswirtschaftliche Cashburnrate = 0, dann ist Photovoltaik in Deutschland gerade so rentabel (schwarze null). bis zu dieser Phase waren seinerzeit die dotcom Anleger auch ganz easy.

    Wenn Solarstrom nach Nutzwert vergütet würde und nicht nach EEG in welcher Form auch immer, müsste man an manchen Tagen sogar Geld für die Einspeisung bezahlen. Aber demnächst pumpen wir mit unseren Eigenheimdachmodulen ja das Wasser in den norwegischen Fjorden nach oben. Dann wird alles besser.

  • 20.01.2010, 11:42 UhrAnonymer Benutzer: nicolo

    Die Grid-Parity wird kommen, ob 2013 oder zwei Jahre später ist unwichtig! Der 2009 im EEG eingeführte Tarif für den Eigenverbrauch hat gezeigt, dass 50-70% des PV-Stroms bereits vorort auch verbraucht wird! Sicher, für einen höheren Eigenverbrauch werden dann auch Speicher im EFH benötigt. Diese sind aber bereits in der Entwicklung und werden in wenigen Jahren auch verfügbar sein. Das Entscheidende aber ist: ein Ende der (noch) benötigten Förderung ist absehbar! Die Steinkohleförderung hat uns ein Vielfaches gekostet, und wird uns vorallendingen auch noch in hundert Jahren durch die Ewigkeitskosten einen weiteren dreistelligen Milliardenbetrag kosten! Da ist es schlicht unverständlich, jetzt bei der Photovoltaik in Hektik auszubrechen. Allein die (unsinnige) Absenkung des Mehrwertsteuersatzes verursacht einen Steuerausfall in Milliardenhöhe, ein Vielfaches dessen, was jetzt bei den Handwerkern wieder eingesammelt wird! Toll!

  • 21.01.2010, 16:54 UhrAnonymer Benutzer: herbert klein

    Es ist längst an der Zeit, diese Subventionen zu kürzen. Dies entnimmt man den bilanzen der Deutschen Solarfirmen, die hoch
    Eu- und Germany subventioniert wurden und von den Gewinnen
    (siehe QCells und Solarworld usw.) im Ausland große Fabriken
    bauen. Wer das nicht bemerkt muss als Steuerzahler und Wähler
    schon recht blind sein.

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