Südchina-Reise Teil II: Dian-See, westliche Hügel und muslimisches Viertel

Südchina-Reise Teil II: Dian-See, westliche Hügel und muslimisches Viertel

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Shanghai Daily

Der Dian-See liegt südlich von Kunming und erstreckt sich auf eine Länge von 40 Kilometern. Laut Reiseführer sollte man von den westlichen Hügeln, die sich etwa 16 Kilometer südwestlich von Kunming erheben, den schönsten Blick auf den See haben.

Wir folgten dieser Empfehlung und fuhren am zweiten Tag unserer Reise mit einer Seilbahn zum Großen Drachentor auf 2500 Metern Höhe und konnten eine schöne Aussicht auf den Dian-See und Kunming genießen. Schön war auch der Weg zum Gipfel des Berges, auf dem sich immer wieder kleine Tempel befinden. Doch bei näherer Betrachtung fiel uns auf, dass bei diesen Tempeln leider nur die Fassade glänzt, denn wenn man die Tempel betritt, fällt sogar einem Laien sofort auf, dass es sich hier nicht um einen „echten“ Tempel handelt, sondern eher um eine extra angelegte Touristenattraktion. Es gab nämlich nirgendwo Platz wo die Gläubigen, die auch nirgends zu sehen waren, hätten beten können. Auch die Buddhastatuen sahen ziemlich kitschig aus. Darüber hinaus wurde der Räucherstäbchenhalter von den Besuchern als Aschenbecher missbraucht.

In dieser Hinsicht freue ich mich schon auf unsere im Juli geplante Reise nach Tibet, wo wir endlich die „echten“ buddhistischen Tempel sehen können.

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Abends aßen wir bei einem kleinen Stand auf der Shuncheng Jie. Dies ist die letzte alte Straße in Kunming, auf der noch Rosinen, Pitabrot und Kebab verkauft werden und ist zugleich alles, was vom alten muslimischen Viertel übrig geblieben ist. Die Verkäufer waren sehr nett zu uns und erklärten und freundlich alle Spezialitäten der muslimischen Yunnan – Küche.

Der Koch grillte für uns Kartoffelscheiben, Gurken, Pilze, Lammfleisch und eine ziemlich intensiv riechende und schmeckende Tofuart. Bis auf letzteres fanden wir alle Speisen sehr köstlich. Die spezielle Würzart gefiel uns besonders gut.

In China leben heute rund 20 Millionen Muslime. Die Hui sind mit ca. 9 Millionen die größte offiziell anerkannte muslimische Bevölkerungsgruppe. Sie sind ethnisch und linguistisch Han-Chinesen, werden in der Volksrepublik allerdings als eigene nationale Minderheit registriert.

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