Trichet-Nachfolge: Wird ein Finne neuer EZB-Präsident?

Trichet-Nachfolge: Wird ein Finne neuer EZB-Präsident?

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Erkki Liikanen

von Silke Wettach

Nach der Absage von Axel Weber ist für Deutschland Erkki Liikanen, der Gouverneur der finnischen Notenbank, ein akzeptabler Kandidat für den EZB-Chefposten.

Die Slowakin Elena Kohutikova hat beste Chancen, im Juni in das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) aufzusteigen, obwohl sie sich bei ihrer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments nicht gut präsentiert hat. Die Abgeordneten dürfen nur eine informelle, nicht-bindende Empfehlung an die EU-Finanzminister abgeben, die Mitte Februar über die EZB-Personalie entscheiden. Die Bundesregierung steht hinter der Slowakin – aus taktischen Gründen.

Kanzlerin Angela Merkel will den Euro-Partnern inhaltliche Zugeständnisse abringen. Dafür wäre sie auch bereit gewesen, im Zweifel den bisherigen deutschen Favoriten für den EZB-Chefsessel, Bundesbank-Chef Axel Weber, zu opfern.

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Eine Alternative zu Weber, die auch für Deutschland akzeptabel wäre, ist Erkki Liikanen, der Gouverneur der finnischen Notenbank. Finnland gehört gemeinsam mit den Niederlanden zu den wenigen Verbündeten Deutschlands im Kampf für Stabilität in der Euro-Zone. Liikanen, der Finanzminister und EU-Kommissar war, gilt als unverdächtig, die Finanzmärkte durch unbedachte Äußerungen zu beunruhigen.

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