Währungen: Gold ist der Standard

Währungen: Gold ist der Standard

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Goldbarren sind eine beliebte Geldanlage

Gold steht an der der Schwelle zur dritten Phase des Bullenmarktes, der zur Jahrtausendwende begann. Startschuss für den Eintritt in diese spekulative Phase wäre der nachhaltige Sprung des Goldpreises über die runde Marke von 1000 Dollar.

Wenn der Dollar gegenüber der Währung eines anderen Landes abwertet, werden die dort produzierten Güter in Dollar gerechnet teurer. Entsprechend weniger kann von dort aus in die USA verkauft werden. So wird man in dem Land (oder Währungsraum) versuchen, die eigene Währung gegenüber dem Dollar zu schwächen, um die eigenen Produkte für US-Käufer wieder attraktiver zu machen.

Wie reduziert man den relativen Wert der eigenen Währung? Richtig: Indem die eigene Notenbank mehr von der eigenen Währung herstellt und damit Dollar kauft. Dann steigt der relative Wert des Dollar zur eigenen Währung. Heute produzieren immer mehr Notenbanken immer mehr ungedecktes Geld. Eine Entwicklung, die in einem internationalen Abwertungswettlauf mündet, bei dem immer mehr Anleger das Vertrauen in all die ungedeckten Papierwährungen verlieren. Auf der Suche nach Wertbeständigkeit steuern sie dann den letzen sicheren Währungshafen an – Gold.

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Ultimative Währung

Gold ist dann der Standard, die ultimative Währung, die sich eben nicht im luftleeren Raum herstellen lässt. Das macht Gold zum Feind der Notenbanken. Schließlich gefährdet die Alternativwährung Gold ihr Papiergeld-Monopol. Sie werden versuchen, den Goldpreis zu drücken, etwa durch Ankündigung von großen Verkäufen oder durch Leerverkäufe an der Terminbörse. Das aber ist nur ein Spiel auf Zeit. Auf Dauer lassen sich Investoren nämlich nicht zum Narren halten. Darum steigt der Goldpreis, in allen Papierwährungen gerechnet, seit fast zehn Jahren.

Gold an der Schwelle zur dritten Phase

Jede größere Hausse lässt sich in drei Phasen einteilen, auch die von Gold: In der erste Phase, die zur Jahrtausendwende begann, setzten nur Überzeugungstäter auf Gold. Von etwa 2005 an entdeckten dann erfahrene und weitsichtige Profianleger den Goldmarkt. In dieser Phase nahm auch die Öffentlichkeit erstmals Notiz vom beständigen Anstieg des Goldpreises. Jetzt steht Gold an der Schwelle zur dritten Phase des Bullenmarktes. Diese wird maßgeblich von Spekulation getrieben sein, weil dann auch die Masse der Anleger auf den Zug springt.

Startschuss für den Eintritt in die spekulative Phase wäre der nachhaltige Sprung des Goldpreises über die runde Marke von 1000 Dollar. Nach einem kurzen Rücksetzer könnte der noch 2009 passieren. Anschließend wird sich die Hausse beschleunigen, der Anstieg bis zur nächsten runden Marke wird gewiss nicht mehr so lange dauern wie der Anlauf auf die 1000. Irgendwann endet schließlich auch die Goldhausse in einer spekulativen Blase. Es wird die letzte Blase sein, die platzt.

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