Währungsrisiken: Globale Gold- und Geldreserven

Währungsrisiken: Globale Gold- und Geldreserven

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Währungsreserven in der Finanzkrise: Inflationsrisiko und unterschiedlich hohe Goldreserven wirken auf die Wechselkurse

Die Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft langfristig die Inflationsrisiken. Weil viele Staaten die Notenpresse anwerfen, steigt die Bedeutung der Währungsreserven und damit auch der Goldreserven. Analysten sind sich jedoch uneins, was das für den Goldpreis und einzelne Währungen bedeutet.

Die USA brauchen das Ausland mehr denn je zur Finanzierung ihrer gigantischen Defizite. Das besorgte bisher vor allem China, indem es Amerika Geld lieh, mit dem die Amerikaner in China einkaufen gehen konnten. Offiziell häufte China fast 2000 Milliarden Dollar Währungsreserven an, das meiste davon (gut 70 Prozent) gehalten in US-Dollar. Doch der Boom ist vorbei, die Weltwirtschaft kollabiert, die chinesischen Exporte brechen ein. Zugleich ziehen Investoren Geld aus China ab, weil sie den in Peking verkündeten Wachstumsraten nicht trauen.

Das allein limitiert den Aufbau weiterer Währungsreserven. Doch daran besteht in Peking auch kein Interesse mehr, zumindest was den Kauf von Dollar angeht. China sorgt sich wegen der US-Schuldenorgie um die Werthaltigkeit seiner Dollar-Anlagen. Mit Rücksicht auf die hohen Bestände versucht es, still aus dem Greenback zu fliehen – solange dem noch Wert beigemessen wird. So tauscht China weltweit Dollar gegen Vermögenswerte, etwa Rohstoffe. In bilateralen Handelsabkommen löst sich China ebenfalls allmählich vom Dollar. Noch hält das fragile Gleichgewicht zwischen den USA und China. Kippt es, wird China Dollar abladen, wo es nur geht.

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Devisenreserven nehmen ab

Die Fremdwährungsreserven in der Eurozone sind gefallen. Die Reserven sind nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EVB) in der Woche zum 22. Mai um 18 Milliarden Euro auf 243,5 Milliarden Euro gesunken. Die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren in Euro stiegen um 1,9 Milliarden Euro auf 294,7 Milliarden Euro. Der Banknotenumlauf erhöhte sich um 0,1 Milliarden Euro auf 758,2 Milliarden Euro. Die Goldbestände des Eurosystems verringerten sich um 14 Millionen Euro in blieben damit nahezu unverändert. Grund sei der Verkauf von Gold durch eine Zentralbank.

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