Weblog Finanzkrise: Dax vergessen, Dow Jones ausschwingen lassen

Weblog Finanzkrise: Dax vergessen, Dow Jones ausschwingen lassen

Wäre da nicht die wahnwitzige Entwicklung der VW-Aktie, hätte der Dax die 4000er-Marke längst nach unten durchbrochen. Solange das VW-Fieber den deutschen Leitindex im Griff hat, geht seine Aussagekraft gegen Null. Zur Orientierung besser auf den Dow Jones schauen - und der sieht viel schlechter aus als der Dax.

Vorneweg, wieder einmal, krachen die Banken. In Amerika wie in Europa rutschten die Branchenindizes unter die Tiefstkurse der vergangenen zehn Jahre – genau in der Woche, in der die Postbank plötzlich doch herbe Verluste meldet und die Deutsche Bank ihre Zahlen vorlegt. Geht es nach den Kurskurven, besteht derzeit noch ein Restrisiko von rund zehn Prozent; wohlgemerkt, nur für die kurze Entwicklung.

Den anderen Branchen geht es nicht besser. Selbst ehemals defensive Werte wie Nahrungskonzerne oder Versorger kommen unter die Räder. Stabile Aktien können sogar gefährlich werden. Leicht lassen sich hier Positionen auflösen um die Liquidität an anderer Stelle wieder einzusetzen – günstiger (zum Beispiel in tief gefallene Engel) oder sicherer (zum Beispiel in Bundesanleihen).

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Nicht von der VW-Hysterie befallen ist der Dow Jones. Entsprechend eindeutig zeigt die Richtung hier nach unten. Vor allem erwischt es jetzt auch die Energiekonzerne und Versorger. Angesichts der miserablen Wirtschaftsdaten und der hochdynamischen Abwärtsbewegung wäre es verwunderlich, wenn der Dow nicht sein bisheriges Tief bei 7300 Punkten vom Oktober 2002 testen würde. Von da aus könnte es dann ja mal eine vorübergehende Erholung geben.

Die würde dann auch deutschen Aktien helfen - ganz egal, wo der Dax bis dahin hingesprungen ist.

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