Weblog "Gründerraum": Auch so...

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...kann man virale Effekte ankurbeln: Stellen Sie ein Programm her, dass viele Menschen haben wollen, sprich, dass ein Problem löst. Und bevor Sie es unters Volk bringen, fordern Sie das Volk zur Hilfe auf:

Am besten gehen Sie folgendermaßen vor.

1. Fordern Sie die Nutzer auf, sich für eine Testversion des Programms anzumelden, dann haben Sie die Emailadresse, versprechen Sie, irgendwann einen Link zur Downloadseite zu schicken.

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2. Versprechen Sie zudem bevorzugte Behandlung, wenn die potenziellen Nutzer Werbung in ihrem Blog machen. Sollte das zu weiteren Interessenten führen, versprechen sie erneut bevorzugte Behandlung.

3. Und fordern Sie die Interessenten schließlich auf, zahlreiche Einladungen an Frenude und Bekannte zu verschicken. Je mehr, desto schneller gibt es die Einladung zum Testen des Programms.

Das kann funktionieren, wenn viele Menschen das Programm haben wollen, wie Xobni (umgekehrt: „Inbox“), des neuen Pimp-Up-Your-Outlook-Software aus den USA. Soweit ich das sehe, löst Xobni ein Problem: Es lindert die die Volkskrankheit Outlook. Die ersten Testberichte klingen tatsächlich gut.

Vielleicht kann man das sogar noch ausbauen: Wer mehr als 20 Nutzer herangeschafft hat, bekommt das Programm nachher billiger, wer mehr als 100 gebracht hat, darf sich exklusiv eine Funktion wünschen...

Aber es kann auch grandios schiefgehen. Ich ahne schon, dass man demnächst von den langweiligsten Internet-Buden auf die Marketing-Foltermaschine gespannt wird. Solche Marketingmaßnahmen können nur funktionieren, wenn das Startup wirklich ein Problem löst, mit dem sich eine nennenswerte Zahl von Menschen herumquält.

Aber das tun die meisten jungen Unternehmen im Internet leider nicht.

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