Weblog "Gründerraum": Meedia, Qype und wie man Kunden im Internet nicht bindet

Weblog "Gründerraum": Meedia, Qype und wie man Kunden im Internet nicht bindet

Kunden halten, klar, ist wichtig, vor allem für Internet-Startups. Meedia.de und Qype sind Beispiele dafür, wie man es nicht machen sollte.

Zum Beispiel bei neuen Newslettern: Seit Wochen schon bin ich auf dem Verteiler für den Newsletter von Meedia.de. Eingetragen hatte ich mich dafür nie. Aber gut, dachte ich, das Ding heißt "Probe-Newsletter", warten wir mal, was passiert. Eines Tages prangten dann über dem Newsletter große Schaltflächen, in denen man den Probe-Newsletter verlängern konnte. "Achtung, Ihr Probe-Newsletter läuft aus" stand dann darüber. 

Ich habe nie geklickt. Doch der Newsletter kommt trotzdem weiter. Nur von einem Probe-Newsletter ist schon lange keine Rede mehr. Schlimmer noch: Meedia schickt mir den Newsletter jetzt zwei Mal hintereinander und das mit folgender kryptischen Absenderadresse: "=?ISO-8859-15?Q?Meedia_Newsletter_=3Cmailing=40meedia=2Ede=3E?=@newsletter.meedia.de". 

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Offensichtlich haben zu wenige Opfer den Newsletter verlängert, da hat man einfach beschlossen, das Ding weiter zu verschicken, an alle, ob sie den haben wollen oder nicht. Auch wenn Meedia immer mal wieder ganz interessante Geschichten auf der Seite hat, so kann man nicht arbeiten.  Ich stehe einfach nicht auf Newsletter, weil ich schon genug zugeschickt bekomme. 

Das ist entweder dreist oder ein peinlicher Fehler. Nur noch peinlich dagegen sind die neuesten Anbiederungsmails von Web-2.0-Plattformen, auf denen man sich länger nicht blicken lässt: "Du hast Dich seit Tagen nicht mehr bei Qype eingeloggt. Qype vermisst Dich". Ähnliche Mails habe ich auch von diversen anderen Anbietern aus meinem Postfach gefischt.  

Das geht gar nicht. Ich nutze Qype, wenn ich ein Restaurant suche oder eine Bar in einer anderen Stadt. Aber doch nicht, wenn ich vermisst werde. Wir sind doch hier nicht im Kindergarten. 

Klar, dass man in schwachen Zeiten Investoren Erfolge liefern muss. Bei vielen Nutzern ist die Web-2.0-Begeisterung abgeklungen und die Wachstumsraten vieler Angebote sinken. Da fällt der Blick natürlich auf die Bestandskunden. Aber wer sich für die ganz platte Tour entscheidet, wird wahrscheinlich eher der Marke schaden.

Nachtrag: Und auch bei uns passieren Fehler. Deswegen wurde der Text beim Veröffentlichen versehentlich verschluckt und erscheint mit einer Stunde Verspätung.

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