Weblog "Gründerraum": Scheitern: Insolvent und trotzdem erfolgreich

Weblog "Gründerraum": Scheitern: Insolvent und trotzdem erfolgreich

Vor einer Woche habe ich ein Portrait über Anne Koark geschrieben. Die gebürtige Engländerin gründete ein Unternehmen und ging pleite. Aber sie schwieg nicht, wie Tausende andere, sie schrieb ein Buch über ihr Schicksal und wurde damit zu einer Gallionsfigur der Gescheiterten. Seit der Text erschienen ist, habe ich Dutzende Zuschriften erhalten.

In dem Portrait beschreibe ich, wie Anne Koarks Unternehmen in die Krise stürzt, wie sie versucht, es zu retten und wie ein Leben nach der Insolvenz für sie aussieht.

Zwar gehen die Insolvenzzahlen von Unternehmen in Deutschland zurück. Dennoch trifft das Thema Scheitern offenbar einen Nerv. Viele Menschen haben uns in den vergangenen Tagen kontaktiert. Sie haben uns detailliert erklärt, wie sie von unfähigen Insolvenzverwaltern noch tiefer in die Pleite getrieben wurden, sie schrieben, wie sich das anfühlt, wenn das eigene Unternehmen in Richtung Insolvenz schlittert und was das für das Privatleben bedeutet. Anne Koark berichtet sogar von Hunderten Zuschriften und Anrufen.

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Deshalb soll das Thema nun auch an dieser Stelle weiter behandelt werden. Denn mehr als 130.000 Menschen straucheln in Deutschland Jahr für Jahr in die Insolvenz. Sie haben fast nirgends ein Forum.

Wir wollen beleuchten, wie es den Menschen geht, wie sie wieder auf die Beine kommen und was sich ändern muss, damit es Unternehmer in Deutschland künftig leichter haben. Selbst Insolvenzrichter sagen, dass es in Deutschland keine Kultur des Scheiterns gibt und dass viele Unternehmen gerettet werden könnten, wenn die Gründer früher Hilfe holen würden. Das Thema ist stigmatisiert und wird deswegen totgeschwiegen. Das wiederum führt zu Desinformation.

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