Weblog: Strategien gegen die Info-Flut

Weblog: Strategien gegen die Info-Flut

Ein amerikanisches Forschungsinstitut hat kürzlich untersucht, wie viel uns die weltweite Informationsüberflutung kostet. Alleine in den USA liegen die Kosten bei etwa 650 Milliarden Dollar, so das Ergebnis. Und das war erst der Anfang. Die Forscher identifizierten auch gleich noch das Problem des Jahres 2008.

Das nämlich werde die Informationsüberflutung sein. Der Hauptgrund: Die vielen Unterbrechungen, nach denen es Minuten dauert, um wieder zur eigentlichen Arbeit zurück zu kehren, sagen die Experten des New Yorker Beratungshauses Basex. Und die werden in den nächsten Monaten weltweit noch zunehmen. Gerade jetzt steigt die Zahl der Menschen rapide, die mobil Emails verschicken und von überall das Internet nutzen.

Unterbrechungen sind das Hauptproblem, zumindest in meinem Alltag. Ich habe mitgezählt und komme im Schnitt auf 35 Anrufe pro Arbeitstag, auf 87 Emails, drei SMS, ein Meeting, ein Essenstermin.

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127 Unterbrechungen sind das im Schnitt pro Tag. Geht man davon aus, dass mein Tag hier in der Redaktion neun Stunden lang ist, kommen wir auf mehr als 14 Unterbrechungen in der Stunde.

Das fällt in die Kategorie Info-Überflutung, ein Wort, das wir in diesem Jahr noch öfter hören werden. Nicht nur das bereits zitierte Forschungsinstitut bezeichnet das als eines der größten Probleme der nächsten Monate. Auch Psychologen und Organisationsforscher betrachten das Problem mit immer größerer Sorge. Und der Erfolg von Internetprojekten wie Lifehacker zeigt, dass immer mehr Menschen in dieser Informationsüberladenen Welt nach neuer Einfachheit suchen. Auch wenn ich die Seite meist ziemlich schwachsinnig ist, ist sie Symbol für dieses Bedürfnis.

Ein renommierter Psychologe sagte neulich, „wir leben in einem permanenten Stand-by-Modus. Arbeits- und Freizeitverfassung fließen immer weiter ineinander. Man wartet permanent auf die nächste Mail, den nächsten Anruf oder andere Impulse von Außen. Das vernichtet nicht nur die Kreativität, weil wir uns nie in die dafür notwendigen Auszeiten versetzen. Es kann auch zum Kollaps führen“.

Es gibt in den USA bereits Gründer, die das Thema für neue Geschäftsmodelle nutzen. Simulscribe zum Beispiel bietet die Möglichkeit, Nachrichten auf Anrufbeantwortern in Emails zu verwandeln. Das spart Zeit. Denn Emails lesen sich manchmal schneller als sich minutenlange Nachrichten abhören lassen.  

Wie gehen Sie mit der Info-Flut um? Welche Strategien haben Sie? Kennen Sie Gründer, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und daran entlang neue Geschäftsmodelle entwickeln?

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