Zertifikate: CFD-Zocker brauchen Urvertrauen

Zertifikate: CFD-Zocker brauchen Urvertrauen

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Vorsicht beim Zocken mit CFDs!

Wem Zertifikate zu langweilig sind, der zockt mit CFDs. Dabei können Anleger mehr verlieren, als sie eingesetzt haben. In Deutschland wagen sich immerhin 40.000 Anleger an die "Contracts for Difference".

Wenn Anleger an der Börse mit etwas rechnen können, dann sind es starke Schwankungen. Selbst in der jüngsten Aufwärtserholung, die den Deutschen Aktienindex (Dax) seit März um gut 50 Prozent nach oben getrieben hat, gab es Tage mit Verlusten von mehreren Prozent. So etwa am 2. Juli, als der deutsche Leitindex binnen Stunden um 3,5 Prozent abrutschte.

Wer auf ein solches Minus kurz zuvor gesetzt hatte, konnte am 2. Juli eine Menge Geld verdienen. Doch auch an geringeren Abstürzen oder Aufschwüngen an den Börsen lässt sich schnell Geld verdienen. Spekulanten reichen für zweistellige Gewinne schon Schwankungen von einigen Zehntel Prozentpunkten innerhalb eines Tages. Eine Variante, um bequem auf kurzfristig fallende oder steigende Kurse bei Aktien etwa oder auch Währungen zu setzen, bietet ein sogenannter Contract for Difference (CFD). Die Verträge ohne Laufzeitbegrenzung wurden erstmals vor rund einem Vierteljahrhundert aufgelegt, Vorreiter war Großbritannien. Seit 2005 können spekulative Anleger auch über deutsche Anbieter ihre Wetten platzieren.

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Kleine Differenz, großer Gewinn

Knapp 40.000 aktive Privatspekulanten (Trader) tummeln sich mittlerweile hierzulande. Bei derzeit 8,8 Millionen Anlegern, die direkt oder über Fonds in Aktien investiert haben, ist die Zockergemeinde noch überschaubar. Sie wächst aber jeden Monat um fünf Prozent. „Etwa die Hälfte unserer Kunden hat bereits Erfahrung mit Zertifikaten und legt nur einen Teil ihres Geldes in CFDs an. Fast genauso viele sind dagegen unerfahren und auf große Gewinne aus. Sie wetten mit niedrigen Beträgen und hohem Risiko“, so Stefan Riße, Deutschland-Chef des CFD-Anbieters CMC Markets in Frankfurt.

Traum vom schnellen Geld

Bei einem CFD schließt der Spekulant eine Wette auf den Unterschied zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs eines bestimmten Wertes (Basiswert) ab – daher auch der Name „Differenzkontrakt“. Als Basiswerte kommen Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Devisen oder Indizes infrage. Rund 8000 CFDs sind in Deutschland dafür zu haben. Zwei Drittel der Verträge laufen auf Indizes. Im Gegensatz zum üblichen Wertpapierhandel bekommt der CFD-Trader seinen Wert nicht in sein Depot gebucht. Mit dem Kontrakt erwirbt er lediglich das Recht auf Teilhabe an den Kursänderungen.

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