
Doch das Spiel ist noch nicht zu Ende, die Luft aus dem Goldpreis nicht raus. Wohin sollen Anleger mit dem Geld, wenn Aktienmärkte kippen und Anleihen heißgelaufen sind? Der Schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf sieht im Gold noch lange keine Übertreibung. Selbst im Mainstream ist die Botschaft angekommen. So rechnet die Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS mit einem Goldpreis von bis zu 1500 Dollar.
Ich ziehe Zwischenbilanz. Am 25. Januar kostet eine Feinunze 1100 Dollar, 7,2 Prozent weniger als zum Einstieg am 25. November. Das Zertifikat wird zum Rückkaufskurs (Geldkurs) von 116,30 Euro gehandelt. Würde ich jetzt aussteigen, wären das minus 4,9 Prozent in zwei Monaten. Wegen der Optionen fielen die Schwankungen im Zertifikat bisher geringer aus als im Goldpreis.
Und der Krügerrand? Den Münzen half zwar die Dollar-Erholung; den Rückgang des Goldpreises und die 4,1 Prozent Aufschlag für den physischen Kauf konnte das aber nicht ausgleichen. Für ein Paket aus zehn Unzen, das einschließlich Gebühren am 25. November 8195 Euro gekostet hätte, bekäme ich jetzt 7800 Euro zurück. Das wären 4,8 Prozent wenigerals zum Einstand – ein ähnliches Zwischenergebnis wie im Zertifikat.
Dollar im Blick behalten
Wie geht es mit Münzen und Zertifikat weiter? Je länger ich den Krügerrand halte, desto weniger macht sich der Aufschlag bemerkbar. Andererseits wird, wenn Gold steigt, auch das Zertifikat schneller zulegen. Steht die Unze in zwei Jahren 26,6 Prozent höher bei 1500 Dollar, notiert das Papier beim Maximalkurs von 160 Euro. Gerechnet vom Start, wären das 31,4 Prozent plus, fünf Prozentpunkte mehr als im Gold. Bei einem viel höheren Goldpreis gewinnt der Krügerrand.
Entscheidend wird die weitere Entwicklung des Dollar. Das Zertifikat hat eine Währungssicherung und bringt so oder so maximal 31,4 Prozent. Wer jedoch den Krügerrand hat, hängt auch am Dollar. Legt die US-Währung weiter zu, werden die Münzen das Zertifikat abhängen (siehe Tabelle).
Sollten die schönen Goldprognosen aber nicht aufgehen und das Edelmetall in zwei Jahren nicht auf 1500 steigen, sondern auf 700 sinken, stünde das Zertifikat besser da. Weil 700 Dollar weit über der Barriere von 461,88 liegen, bekäme ich immerhin 100 Euro je Zertifikat zurück – ein geringerer Verlust als bei physischem Gold. Voraussetzung ist selbstredend, dass die Deutsche Bank nicht pleitegeht.
Für Gold-Optimisten sind letztlich beide interessant: das Zertifikat, weil es jenseits hektischer Dollar-Sprünge den angepeilten Goldanstieg mitmacht und eine Teilkasko gegen hohe Verluste bietet; der Krügerrand, weil sich kein Stück echtes Gold so passabel handeln lässt. Ich kaufe deshalb noch einige Münzen dazu, denke dabei weniger an die Rendite, sondern packe sie lieber in den Safe – man weiß ja nie.










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Alle Kommentare lesen08.04.2010, 02:57 UhrAnonymer Benutzer: dilo
was von wert hat 1 certificat, 100000 dollars gold certificate?
04.03.2010, 18:11 UhrAnonymer Benutzer: TanzUmsGoldeneZertifikateKalb
Lieber Silber in der Hand als ein Gold-Zertifikat auf dem Dach ;-)
Soviel Zertifikate Metall wie verkauft wird, existiert physisch gar nicht.
Es wird praktisch ein umgekehrtes Schwarze-Peter-Spiel gespielt:
Nur wer dieses Mal den physischen schwarzen Peter in Form von Silber oder Gold in der Hand hält, wird dabei der Gewinner sein.
Mit Händlern wie WestGold oder MetalSafe.de fährt man mit physischen Metallkäufen einfach besser.
14.02.2010, 17:53 UhrAnonymer Benutzer: Astrologin Eva Maria Palmer Frankfurt
Wenn jemand in Gold investieren will, soll er es physisch kaufen. Wenn er mit Zertifikaten Geld verdienen will, soll er mit index-Zertifikaten als Daytrader handeln. ich habe das einigen meinen Klienten als lukratives Hobby empfohlen. Die Technik dazu hat mein Office den Klienten erklärt. basis des Erfolgs sind gute Prognosen.