Zwischenbilanz Selbstbau-Depot: Privatanleger liegen vorn

Zwischenbilanz Selbstbau-Depot: Privatanleger liegen vorn

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Die richtige Mischung - Die Zutaten sind für ein krisenfestes Depot entscheidend

Drei Privatanleger gegen drei Fondsprofis: Die aggressivere Strategie der Privatanleger – die Mischfonds der Profis investieren durchweg mehr in Renten – hat sich bisher ausgezahlt.

Wer sein Wertpapier-Portfolio selbst gewissenhaft strukturiert, kann selbst gestandene Spitzenfonds-Manager übertrumpfen. Vor drei Monaten ließ die WirtschaftsWoche drei Privatanleger gegen die Fondsmanager Luca Pesarini, Edouard Carmignac und Jens Ehrhardt antreten. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Depot-Vergleich Privat- gegen Profianleger

Depot-Vergleich Privat- gegen Profianleger

Im Depotvergleich liegt der Familienunternehmer Peter Schöffel an der Spitze. Mit einem Plus von fast elf Prozent seit Juni schlug er auch die drei Fondsmanager deutlich: Schöffel schaffte fast doppelt soviel Rendite wie der beste Fonds (Jens Ehrhardt: plus 6,3 Prozent). Stärkster Posten in Schöffels Siegerdepot: ein börsengehandelter Indexfonds auf den US-Branchen-Index S&P Timber & Forestry. Die Rally der Wald- und Holzaktien brachte ein Indexplus von gut 40 Prozent. Knapp dahinter ist mit 36 Prozent Plus die Aktie von General Electric, gefolgt von ABB (plus 25 Prozent). Mit zwei weiteren Indexfonds profitierte Schöffel von der Aktienrally an Wachstumsbörsen. Schöffel war so mutig, 65 Prozent des Depots in Aktien zu investieren und würde dafür belohnt. Als einziger der drei Privatanleger hielt er außerdem von den 100.000 Euro Einsatz noch 10.000 Euro Liquidität – um gegebenenfalls schnell reagieren zu können.

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Pfeffer im Depot

Thomas Winderl liegt auf Rang zwei der Gesamtwertung – obwohl er unter den drei Privaten mit 50 Prozent die deutlich niedrigste Aktienquote hat. Fairerweise müsste man seinen Immobilien-ETF allerdings auch zu den Aktien zählen, denn Winderl hat hier keineswegs in langweilige Immobilien, sondern in REITS, also börsennotierte Immobilien-Gesellschaften investiert. Die profitierten dramatisch von der wirtschaftlichen Erholung und legten seit Ende Juni, dem Starttermin unseres Wettbewerbs, um 27 Prozent zu.

Ordentlich Pfeffer ins Depot brachten die mit fünf Prozent gewichteten Aktien der Emerging Markets  (plus 18 Prozent). Seine Aktien-ETF auf Eurostoxx und S&P 500 in den USA brachten jeweils gut zehn Prozent. Enttäuschend schnitt – wieder einmal – Japan ab, das er mit einem Topix-ETF abdeckte. Ein Minus machte, trotz zuletzt gestiegener Preise vieler Rohstoffe, sein Rohstoff-ETF.

Sein mit 30 Prozent gewichteter Staatsanleihen-ETF legte binnen drei Monaten immerhin fünf Prozent zu, den weltweit sinkenden Zinsen sei Dank. Getreu seiner Anlagephilosophie müsste Winderl demnächst den Aktienanteil seines insgesamt um neun Prozent gestiegenen Portfolios etwas reduzieren. Im Moment liegt er, selbst wenn man die REITS nicht dazu zählt, bei 55 Prozent, angestrebt sind 50.

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