„Atemlos“ oder „Dust In The Wind“?: Stuttgart macht Soundtrack zum Feinstaubalarm

„Atemlos“ oder „Dust In The Wind“?: Stuttgart macht Soundtrack zum Feinstaubalarm

, aktualisiert 06. Dezember 2016, 17:04 Uhr
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In der süddeutschen Metropole wurde der bundesweit erste Feinstaubalarm ausgelöst.

Quelle:Handelsblatt Online

Stuttgart macht mit einem passenden Soundtrack auf die Beachtung des Feinstaubalarms aufmerksam. Damit soll auch die Nutzung von Fahrgemeinschaften angekurbelt werden. Derweil kämpfen Experten mit Moos gegen den Schmutz.

StuttgartLieber „Dust In The Wind“ oder „Atemlos“? Die Stadt Stuttgart wirbt für die Beachtung des Feinstaubalarms mit einem passenden Soundtrack. Fahrgemeinschaften etwa könnten sich mit den zehn Liedern, die zur dicken Luft passten, auf ihrem Weg die Zeit vertreiben, hieß es bei der Stadt. Noch immer säßen im Schnitt nur 1,1 Menschen in jedem Auto. Man wolle mit modernen Mitteln für die Beachtung werben, hieß es bei der Stadt. „Und das ist nicht unsere letzte Idee“, sagte ein Sprecher.

Der Soundtrack ist beim Musikdienst Spotify abzurufen. Phil Collins singt dort „In The Air Tonight“, Die Fantastischen Vier „Gebt Uns Ruhig Die Schuld“ und Mayer Hawthorne „I Wish It Would Rain“. Regen gilt als Feinstaubkiller.

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Im Kampf gegen den Feinstaub in Stuttgart soll derweil auch Moos helfen. Die Stadt errichtete am Mittwoch nach eigenen Angaben das erste Teststück einer Mooswand an der Cannstatter Straße. Eine zugehörige Messstation, die die Wirkung des Mooses untersucht, soll ein Institut der Uni Stuttgart am kommenden Montag aufbauen. „Wir wollen mit dieser Pilotstudie herausfinden, ob sich Mooswände dazu eignen, die Feinstaub-Belastung in Städten zu reduzieren“, erklärte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). Ein entsprechendes Probestück war schon länger angekündigt worden.

Wissenschaftler der Uni Bonn haben den Angaben zufolge herausgefunden, dass Moose Feinstaubpartikel aus der Atmosphäre entfernen können. Zum Wochenbeginn war in Stuttgart zum dritten Mal in dieser Saison Feinstaubalarm ausgerufen worden.

Seit Sonntag gilt erneut Feinstaubalarm in Stuttgart, das Ende ist offen. Autofahrer sind aufgerufen, auf Busse und Bahnen umzusteigen, Rad zu fahren, zu Fuß zu gehen – oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Der Autoverkehr gilt als Hauptquelle für den gefährlichen Feinstaub, dessen deutsche Hochburg Stuttgart ist.

Quelle:  Handelsblatt Online
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